Freitag, 2. Dezember 2016

Geschrieben | NaNoWriMo 2016 Recap

Hey ihr Lieben!
Der November ist vorbei und damit auch der diesjährige NaNoWriMo - der National Novel Writing Month. 
Wer mich schon etwas länger kennt, weiß, dass ich seit gefühlten Ewigkeiten an (m)einem Roman arbeite bzw. einer Geschichte, die sich über mehrere Bände und Prequels und Sequels und Bänden zu einzelnen Figuren und und und erstrecken soll.
Im Zuge dessen bietet sich der NaNo (wie ich ihn gerne liebevoll abgekürzt habe) natürlich an, besagtes Projekt auch endlich einmal in einem Schwung umzusetzen. Denn wirklich viel habe ich schreibtechnisch in diesem Jahr nicht geschafft, weshalb mir der Writing Month doch sehr gelegen kam. Ich habe in diesem Jahr das erste Mal teilgenommen und in den vorherigen Jahren immer nur diffus davon gehört und mich gefragt, was das eigentlich genau sein soll und was man dabei macht.



Was genau ist das Ziel und wie läuft das eigentlich ab?


Im Endeffekt geht es darum, eine Geschichte mit 50.000 Wörtern innerhalb von 30 Tagen zu schreiben - man kommt dabei also auf roundabout 1.667 Wörter pro Tag. Eigentlich nimmt man mit einer vollkommen neuen Geschichte teil, startet also bei Null Wörtern im Dokument. Ich kleine Rebellin habe aber mit meiner bereits begonnenen Geschichte teilgenommen. Fairerweise habe ich aber natürlich nur die Wörter gezählt, die ich ab dem 1. November geschrieben habe. 
Natürlich kann man nur für sich selbst teilnehmen und für sich allein die Wörter zählen und versuchen, die 50K Wörter zu knacken - man kann sich aber auch auf der offiziellen Seite registrieren und dort nicht nur seine Wörter zählen lassen und in hübsche Statistiken umwandeln lassen. Sondern man bekommt dort auch sogenannte "Prep Talks", also motivierende Mails - aus der Region / dem Land aus dem man stammt und allgemein von den Veranstaltern -, die helfen sollen, am Ball zu bleiben und gerade nach der ersten Motivationsphase, die irgendwann nachlässt, nicht aufzugeben.
Ebenfalls sehr witzig sind auch die Badges, die man sich erarbeiten kann. Man bekommt beispielsweise ein Sollenbrillen-Badge, wenn man so rebellisch ist und nicht mit einem neuen Projekt startet.

Unterschieden wird auch noch zwischen Pantsern und Plannern.
Pantser sind diejenigen, die vollkommen planlos in den November gehen. Sie haben eine grobe Idee und wissen in etwa, wohin es gehen soll, lassen sich aber von Spontanität und Kreativität überfluten und schreiben so vollkommen frei ihre Geschichte.
Dem gegenüber stehen die Planner, die - wie der Name schon sagt - alles planen. Vom Plot über die Charaktere über die jeweiligen Hintergründe der Figuren bis hin zum Ende haben sie im Detail ausgearbeitet, wie ihre Geschichte sein soll.

Und dann gibt es da Leute wie mich. Die Plantser. Diejenigen, die grob den Plot geplant haben und ihre Figuren kennen, aber immer noch sehr frei bleiben im Schreiben und einen losen Rahmen haben, dem sie folgen - oder auch nicht.



Wie lief der NaNoWriMo bei mir ab?


Am Ball bleiben und nicht nachlassen... also um es direkt und offen zu sagen: ich habe die 50.000 Wörter nicht geschafft und ich habe es auch nicht geschafft, jeden Tag zu schreiben, was ich mir eigentlich vorher vorgenommen hatte. Ich möchte nichts entschuldigen - das ist auch nicht nötig, weil es nichts zu Entschuldigen gibt - aber mir war es teilweise wichtiger, meinen Tritt im Uni-Alltag zu finden, da Ende Oktober das Semester für mich ja wieder losging.
Am ersten Tag war ich natürlich höchst motiviert und habe gute 1.800 Wörter geschrieben, was für mich doch schon ein gutes Stück war. Der zweite Tag war leider direkt ein Mittwoch und da ich mittwochabends beim Aquapower bin, bin ich danach dementsprechend ausgelaugt und müde - kaum Inspiration und Energie zum Schreiben also.
Aaaaaber: ich fühle mich nicht wirklich schlecht, dass ich a) nicht jeden Tag und b) nicht die festgeschriebene Anzahl Wörter geschrieben habe. Denn ich habe definitiv mehr in diesen vier Wochen geschafft, als in den letzten Wochen und Monaten diesen Jahres.

Tatsächlich habe ich etwas mehr als 9.000 Wörter geschafft. Das klingt toll, ja, aber ebenso tatsächlich habe ich es nur an 9 von 30 Tagen geschafft, zu Schreiben.
Das klingt wirklich wenig, wenn ich so darüber nachdenke. Dass ich vorher noch weniger geschrieben habe, klingt dabei höchst erschreckend.

Meine Stats. Links eine Auflistung der unterschiedlichen Wörteranzahlen und Co. Rechts ein Balkendiagramm mit der Kurve, wie sie im Idealfall hätte aussehen sollen.



Trotz dessen, dass ich weder das Tagesziel noch das Monatsziel erreicht habe, ziehe ich eine positive Resonanz aus meinem ersten NaNoWriMo. Es hat mir geholfen, zu realisieren, dass es machbar ist, meinen Roman zu schreiben. Natürlich ist es zum größten Teil abhängig von meiner Disziplin, aber genau das ist der Punkt. Wenn ich mir ordentlich in den Arsch trete und mich zu manchen Dingen einfach zwinge, dann ist es verdammt nochmal möglich, dieses scheiß Buch (said with love!) zu schreiben! :D Es ist keine Unmöglichkeit, nichts, was nur die Großen schaffen und ich kleines menschliches Etwas nicht. 

In den letzten Tagen ist mir aber auch noch einmal bewusst geworden, dass ich meine Art zu Schreiben nicht so statisch und linear halten muss, wie ich es bisher getan habe. Ich bin ein Freigeist, ich mache oft und gerne viele Dinge gleichzeitig nebenbei wenn ich Blogartikel schreibe oder für die Uni etwas mache. Dann wird mal eben hier was nachgeschaut und da eine Whatsapp-Nachricht beantwortet, dann fällt mir doch noch was anderes ein oder ich koche nochmal eben fix eine Tasse Tee. So bin ich nun mal und das ist auch gut so.
Wieso also versuche ich, meine Geschichte in einem Rutsch und mit allen Szenen chronologisch nacheinander zu schreiben? Wieso lasse ich nicht an manchen Stellen leere Klammern ( [...] ), um mir deutlich zu machen, dass ich dort noch etwas einfügen möchte, gerade aber nicht weiß, was und wie?



Mein Fazit?


Ich nehme für mich sehr viel aus meinem ersten Nano mit. Ich weiß, dass ich ruhig etwas chaotisch schreiben kann und so schreiben kann, als würde es niemals irgendjemand anderes außer mir lesen.
Vor allem aber habe ich festgestellt, dass es so viel leichter ist, wenn ich stumpf drauf los schreibe, dass nichts am Anfang direkt perfekt sein muss. Beim Zeichnen ist es ja so ziemlich das Gleiche: zuerst kommen die groben Umrisse, damit man in etwa weiß, wo was auf dem Bild angeordnet sein soll. Genauso kann man auch beim Schreiben an sein Vorhaben ran gehen. Erst einmal das Material beschaffen, aus dem man dann den Diamanten schleift. 

Im nächsten Jahr werde ich definitiv wieder teilnehmen und hey, vielleicht nehme ich dann mit einem neuen Projekt teil und habe es bis November 2017 wirklich geschafft, den ersten Entwurf fertig zu stellen und vielleicht sogar das erste Editieren?




Liebst,
eure Moony

Kommentare:

  1. Ich habe gerade zum ersten mal von diesem Projekt gehört und finde es eine wirklich gute Sache, ich denke ich werde nächstes Jahr auch mitmachen, auch wenn ich mir sicher bin, nicht einmal 9000 Wörter zu schaffen.
    Liebe Grüße, Lena

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    1. Vielen lieben Dank für deinen Kommentar! :)
      Es ist wirklich eine tolle Aktion und ich kenne viele, die sich ihre eigenen Tages- und Monatsziele setzen. Also keine Bange, wenn du nicht so viel schaffst, wie viele andere. Die sind vielleicht auch schon seit mehreren Jahren dabei und haben etwas Übung.
      Solange man selbst zufrieden ist mit dem, was man schafft, ist alles in Ordnung. :)

      Liebe Grüße
      Moony

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