Mittwoch, 3. August 2016

Gelebt | Motivations-Mittwoch No. #037

Der letzte Motivationspost ist auch schon wieder fast anderthalb Monate her, wie und in welcher Form es mit ihnen weitergehen wird, möchte ich euch heute erzählen.

Für alle, die nun erschrocken aufhorchen: keine Sorge, es wird den Motivations-Mittwoch weiterhin geben. Er bleibt auch mittwochs, allerdings lege ich nicht mehr den Zwang darauf, dass er wirklich jede Woche erscheint. Wenn dem so sein sollte, gut. Wenn ich es nicht schaffe, auch gut. Mir ist in letzter Zeit wieder etwas bewusster geworden, dass ich mir bei vielen Dingen Druck mache und Reglements setze, wie eben dass ein bestimmter Beitrag jede Woche erscheinen muss oder dass das, was ich mache, super fancy und toll sein muss. 

Ich möchte wieder versuchen, davon etwas Abstand zu gewinnen und ich bin sicher, das wird mir auch gelingen. Daher kann und werde ich nicht versprechen, dass der Motivationspost jede Woche kommt, sondern auch mal ein paar Wochen ausfallen kann. Außerdem ändere ich die Form ein wenig. Zu Beginn hatte ich immer mal wieder unter die Bilder etwas geschrieben, das ebbte allerdings etwas ab. Da mir diese frühere Form aber eigentlich ganz gut gefallen hat, möchte ich das wieder aufleben lassen und gleichzeitig durch den Motivations-Mittwoch ein bisschen mit euch plaudern und euch ein kurzes Statusupdate geben.
Vielleicht wird es dafür auch nochmal einen anderen Ort hier auf dem Blog geben, aber das ist momentan noch nicht sicher und wie ich ja sagte, möchte ich mich davon entfernen, mir Druck zu machen und Fristen zu setzen. Das funktioniert bei einigen Menschen vielleicht, bei mir eben einfach nicht.

Daher alles frei nach dem Motto: alles kann, nichts muss. Und mit dem Hintergedanken, dass ich einfach mache, worauf ich Lust habe und wonach mir der Sinn steht. Es wird also persönlicher als die vorherigen Monate, wem das nicht gefällt, der darf die Motivationsposts gerne ignorieren. :)



Beim Schreiben ist alles möglich. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und ich allein bestimme, was geschehen wird. Was zugegeben etwas größenwahnsinnig anmuten mag, ist zugleich wunderbar inspirierend und motivierend. Wenn mir etwas nicht gefällt, mir etwas besseres einfällt oder ich plötzlich erkenne, wo etwas fehlt, dann kann ich das ändern. Es ist meine Geschichte, es sind meine Wörter und ich alleine darf schalten und walten, wie es mir gefällt. 
Was wäre, wenn alte Menschen im Altersheim heimlich Partys schmeißen und die Pfleger nichts davon ahnen? Was wäre, wenn Loch Ness wirklich existiert und nur der Türsteher zu einer geheimen Drachenwelt unter dem See ist? Was wäre, wenn man die Gedanken aller seiner Mitmenschen hören könnte und der Friseur genau wüsste, wie man die Haare gerne geschnitten und gefärbt haben möchte?
Was wäre, wenn all dies möglich wäre und nur eine Idee entfern?


Ich bin nicht perfekt, so wie ich bin. Aber das ist gut so. Ich bin auch noch nicht dort angekommen, wo ich gerne hin möchte. Sei es körperlich, emotional, seelisch oder auf den Beruf bezogen.
Aber das ist in Ordnung, weil ich weiß, dass ich momentan daran arbeite. Dass ich langsam aber stetig das mache, was ich machen möchte, wofür mein Herz schlägt und was meine Seele singen lässt.
Sicher, es ist nicht immer leicht und es geht auch manchmal alles andere als vorwärts, aber Prozess ist Prozess und jeder kleine Fortschritt zählt. Ebenso wie jeder Rückschlag, da ich dann weiß, wie ich etwas nicht machen sollte, was mich wiederum auf die richtigere Spur bringt.


Und wir sollten auf dieses Flüstern hören - und auf das Brüllen erst recht. In manchen und ganz bestimmten Momenten teilt uns unser Herz und unsere Seele mit, was das subjektive Richtige für uns ist. 
Das kann der Kurzurlaub alleine an die Ostsee sein, der mitternächtliche Spaziergang in den Stadtpark, das gute Buch an einem verregneten Sonntag mit flauschiger Decke im Lieblingssessel. Oder der "Fuck it"-Moment, in dem man keinen Bock mehr darauf hat, zu Lernen und sich zu Stressen, sondern schöne, melancholische Musik anmacht und schreibt.
Momente, in denen man ganz bei sich ist und spürt, dass man gerade genau das macht, wofür man geboren wurde.


Keiner von uns weiß, wohin uns unser Weg führen wird und wenn wir nur die nächsten zwei Schritte sehen können ist das okay. Dann soll das momentan so sein. Ich versuche immer wieder, mich daran zu erinnern, dass alles irgendwo seine Ordnung hat und sobald die Zeit gekommen ist, alles an den Platz fallen wird, wo es hingehört. Ich habe keine Ahnung, ob mein Traum, mit dem Schreiben meine Brötchen zu verdienen irgendwann Realität werden wird. Alles, was ich bis zum Horizont momentan sehen kann, ist mein Studium. Das ist momentan der Weg, den ich sehen kann. Alles, was dahinter liegt, wird mit der Zeit zu mir kommen oder ich zu ihm.

Ich erinnere mich immer wieder daran, dass ich mich glücklich schätzen kann, dass ich so ein Vertrauen in das Universum und diese bestimmte Ordnung habe. Auch wenn es nicht immer leicht ist und ich ein paar Dinge erlebt habe, auf die ich in den Moment gut und gerne verzichtet hätte, kann ich bei ein paar davon rückblickend sagen, dass es seinen Sinn gehabt hat und mir nicht umsonst zugestoßen ist.
Ich weiß aber auch, dass viele dieses Bewusstsein nicht haben und in dunklen Momenten sich nicht sagen können, dass nichts ohne Grund geschieht, auch wenn sie diesen Grund gerade nicht erkennen können. Zwar treibt es mir die Tränen in die Augen, dies zu wissen, da ich nicht wüsste, wie ich sonst manchen Moment hätte überstehen sollen - aber genau deswegen und genau daraus schöpfe ich oft neue Kraft. Denn ich für mich, in diesem Moment, habe einen kleinen Strohhalm, an dem ich mich festhalten kann.


Selbst wenn es niemals jemanden geben wird, der meinen Roman würde kaufen wollen - ich schreibe ihn dennoch. Ich werde alle drei, vier oder fünf Teile schreiben, drucken lassen und im Fall der Fälle nur in mein eigenes Bücherregal stellen. Denn mir ist es wichtig und wenn ich der einzige Mensch sein sollte, den es kümmert, dann ist das eben so. Das sollte uns alle nicht davon abhalten, wundervolle und einzigartige Dinge zu tun, Dinge, die wir schon immer einmal machen wollten und die sich einfach richtig anfühlen.
Denn es wird immer einen Menschen geben, den kümmert, was du tust: Dich!


Nur darüber zu reden bringt ja leider nichts. Wir müssen die Dinge in die Hand nehmen, so schwer und so unmachbar uns das auch manchmal erscheinen mag. Von allein wird sich nichts änder, wir müssen den Stein ins Rollen bringen. Denn rollt er einmal, mag er manchmal eine Lawine lostreten. Jede kleine Veränderung kann etwas Großes bewirken und jede kleine Änderung ist ein kleiner Schritt hin zu etwas Neuem. Und kleine Schritte sind toll, kleine Schritte sind Schritte - und damit mehr, als nichts zu machen und still zu stehen. Jeder Schritt zählt, jede Überlegung, was wie anders gemacht werden könnte / sollte / müsste ist ein Schritt. Das Durchringen mag mitunter schwer sein, sich selbst zu überwinden und an seinem inneren Schweinehund vorbeizukommen ist nicht immer leicht und manchmal vielleicht sogar das Schwierigste überhaupt. Aber ich weiß, dass wir das können, dass wir das schaffen und dass wir es allen voran verdient haben und es wert sind!
Du bist es wert, dass du es schaffst! ♥




Zum Schluss habe ich noch dieses Bild für euch dabei. Manche Dinge davon sind leicht umzusetzen und bringen schon etwas. Das Gefühl, etwas getan zu haben, was man vorher noch nicht oder nicht bewusst gemacht hat, hilft einem zu merken, dass man aktiv werden kann - etwas, was mir selbst mitunter sehr sehr schwer fällt. Wenn ich könnte, würde ich an manchen Tagen regungslos und apathisch auf meinem Bett liegen oder in meinem Schwingsessel hocken und vor mich hinexistieren und Kopfkino gucken. Das Gefühl, dass man selbst nichts machen kann und vollkommen inaktiv zu sein, kenne ich also nur zu gut.
Dann ganz bewusst aufzustehen und einen Tee zu kochen und dabei jede einzelne Bewegung ganz deutlich wahrzunehmen kann helfen. Oder sich bewusst dazu entscheiden, einen Apfel zu kaufen - und ja, wenn es nur dieser eine gottverdammte Apfel ist und nicht gleich das perfekte super-healthy Frühstück, dann ist das eben so. Einen Apfel zu essen, zum Frühstück oder so zwischendurch, ist besser als ein Nutellabrot. Und das ist ein Schritt, eine Veränderung ein Aktiv-werden. Weil man etwas tut, ganz bewusst und sich dazu entscheidet.


Kommentare:

  1. Mir fällt gerade erst auf, wie lange ich deine Motivations-Beiträge nicht mehr gelesen habe. Sehr angenehm, wieder davon zu lesen. Und auch oder vor allem deine Bemerkungen zu jeder Motivation. Es gibt doch mehr Dinge, die man mit anderen Menschen verbindet, als man manchmal denkt. Und auch die Dinge, über die ich selber mir sonst keinen so großen Kopf mache, finde ich super interessant. Weil es wichtig ist, sich auch in andere Perspektiven zu versetzen.
    (Deine ganz persönliche Motivation, dich nicht mehr zu stressen wegen selbstgesetzten Fristen, kann ich super gut nachvollziehen und ist ganz sicher goldrichtig!)
    xxx

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    1. Hey :)

      Lieben Dank für deinen Kommentar, ich freue mich sehr!
      Mir gefällt es mit den Bemerkungen dazwischen auch besser, als quasi-kommentarlos die Bilder hinzuklatschen und das war es dann.
      Andere Perspektiven sind immer wichtig, denk ich. Man muss ja nicht immer einer Meinung sein, aber man sollte auch nicht so engstirnig sein und nicht einmal versuchen, sich in andere hineinzuversetzen.

      Liebst
      Moony

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