Montag, 15. August 2016

Gefragt | Montagsfrage No. #055


Hallo ihr Lieben!
Ich hoffe ihr hattet einen angenehmeren Start in die neue Woche als ich (bin mit Unterleibskrämpfen aufgewacht, yaaay! -_-/ ) und genießt das relativ gute Wetter! Steht bei euch diese Woche etwas besonderes an oder ist bei euch momentan alles ruhig und entspannt? 


Mein Plan für diese Woche sieht so aus, dass ich mich noch um ein paar organisatorische Dinge zu meiner Mitmachgeschichte auf fanfiktion.de kümmern werde und hoffentlich auch schon mit dem dritten Kapitel anfangen kann. Der Plot steht soweit und auch die Kapitelaufteilung - natürlich erst einmal nur grob, aber ein Gerüst ist schon einmal da. :)
Ansonsten werde ich bezüglich Bullet Journal noch ein paar Dinge in Angriff nehmen - dazu wird es aber noch einen gesonderten Blogeintrag geben: was das ist, wieso ich das mache und was ich mir davon erhoffe.

Und ganz wichtig natürlich: ich werde diese Woche auch endlich damit anfangen für meine letzten zwei Klausuren im Oktober zu lernen. Nächste Woche fange ich dann mal mit der Recherche zu meiner Hausarbeit an. Ein bisschen Uni-Kram muss ich also auch noch erledigen.

So, nun aber genug von meinem Geschwafel. Widmen wir uns lieber der heutigen Montagsfrage!


Welches Buch hat dich zuletzt richtig enttäuscht und warum?



Ob ihr es glauben wollt oder nicht, aber so richtig leicht zu beantworten ist das gar nicht. Ich muss aber auch gestehen, dass ich dieses Jahr noch nicht so viele Bücher beendet habe, sondern dafür immer wieder neue gekauft, die noch immer ungelesen in meinem Regal stehen.

Ein wenig enttäuscht war ich bisher nur von Roter Mars von Kim Stanley Robinson. Ich habe das Buch noch nicht durch und habe auch nur die ersten paar Kapitel geschafft. Aber genau das ist der Punkt. Ich finde es super schade, dass mich das Buch nicht direkt gegriffen hat. Woran das liegt, kann ich gar nicht so genau sagen, ich vermute aber, dass es daran liegt, dass es mein erstes Buch Richtung Science Fiction ist und der Schreibstil und die Erzählart halt einfach eine andere ist als bei Fantasy-Romanen oder dergleichen. Ich denke, ich werde das Buch noch weiter lesen, da es nicht schlecht ist. Ich habe nur lediglich etwas anderes erwartet. Vor allem, da ich gedacht hätte, dass es stringent von "Wir verlassen die Erde in einer heldenhaften Mission, um den Mars zu besiedeln" zu "Wir sind auf dem Mars und haben Probleme diesen grün zu bekommen" - immerhin ist es eine Trilogie, die sich von Roter Mars über Grüner Mars hin zu Blauer Mars erstreckt. Es fing allerdings so an, dass der Mars schon besiedelt ist und ein bisschen politisches Ge-komplotte von Statten geht. Ich bin momentan an dem Punkt angelangt, wo es wohl Rückblicke gibt, die dann erzählen, wie die Menchen überhaupt auf dem Mars gelandet sind... 
Wie gesagt, nicht ganz das, was ich erwartet habe, von daher minimal enttäuscht, dass ich nicht direkt so gepackt wurde, wie das sonst oft bei Büchern der Fall ist.


Welches Buch hat euch denn zuletzt so richtig enttäuscht? Oder hattet ihr bisher Glück und alle eure Bücher waren Glückgriffe? Wie immer dürft ihr mir gerne auch Empfehlungen hier lassen! :D




Sonntag, 14. August 2016

Gefragt | Classic-Confession No. #11


Hey ihr Lieben!
Es ist Sonntag und damit mal wieder an der Zeit für die Classic-Confession-Frage von Antonia! :)

Vorher muss ich kurz erwähnen, dass ich bei ihrem Gewinnspiel zum 2. Blog-Geburtstag teilgenommen (2 Stunden vor Deadline... hust hust) und gewonnen habe! ^___^ Der Inhalt des Päckchens wird noch einen kleinen eigenen Beitrag bekommen, aber schon einmal so viel: ich habe gelacht und mich gefreut und hatte ein fettes Grinsekatzengrinsen im Gesicht! C:

Nun aber zur heutigen, all-sonntäglichen Antwort meinerseits auf folgende Frage:


Was ist dein klassisches Lieblingsdrama?



Hach ja, mit Definitionen zu den Gattungen und so habe ich es auch nicht so sehr, aaaaaber Antonia hat das wunderbar kurz umrissen, weswegen ich mich auch kurz an meine Deutsch LK Zeit erinnert wurde (das ist gefühlt auch schon so eeeewig her - eigentlich "nur" 4 Jahre, aber na ja).
Ihr kennt Lyrik, das Gezuppel mit den Gedichten; Epik, das sind die Erzählungen und eben die Dramatik, also Dialoge und verteilte Rollen, die dann immer so niedlich in Großbuchstaben (Caps Lock für die virtuell-begabten, jungen Menschen unter uns) an der Seite stehen, damit man weiß, wer gerade was sagt. 

Bei Antonias Antwort erwähnte sie Das Leben des Galileo Galilei, welches ich in der Elften gelesen habe und ganz gut fand, aber dann fiel mit Iphigenie auf Tauris ein.
Wer meinen Blog kennt und auch die Classic Confessions hier schon eine Weile verfolgt, dem wird auffallen, dass ich dieses Werk schon öfter einmal erwähnt habe und immer wieder gesagt habe, dass ich es, im Gegensatz zu vielen meiner Mitschülern, eigentlich sehr gut fand.

Fragt mich nicht genau, wieso und aus welchen Gründen. Ich kann es nicht genau beantworten, aber ich mag die Handlung, ich steh auf Mythologie und auf die Griechische erst recht und auf starke weibliche Charaktere. Klar, Iphigenie ist keine Hermine oder welche weibliche Figur euch auch immer gerade in den Sinn kommt, die stark ist und gut entwickelt wurde. Aber Iphigenie unterbricht den Erbfluch, welcher auf ihrer Familie liegt, wonach sich ständig irgendwie alle gegenseitig umbringen und - wenn ich mich recht entsinne - bringt den König am Ende dazu, ihren Bruder zu verschonen (oder so ähnlich, ich krieg das wie gesagt nicht mehr ganz auf Kette, weil es wie ebenfalls bereits gesagt schon eine Ewigkeit her ist, dass ich das Buch gelesen habe).
(Ganz nebenbei schläft da auch gefühlt jeder mit jedem und der Vater mit seiner eigenen Tochter und dann haben die einen Sohn und gaaahhh.... - aber toll ist es trotzdem! :D)

Empfehlen kann ich es auf jeden Fall und von der Sprache braucht man sich wirklich nicht abschrecken lassen. :)


Habt ihr ein klassisches Drama, welches ihr favorisiert? 




Montag, 8. August 2016

Gefragt | Montagsfrage No. #054

Na ihr Lieben!
Hattet ihr einen guten Start in die Woche?
Ich muss ja gestehen, dass meiner damit begann, dass ich meinen Rausch von gestern Abend ausgeschlafen habe - wobei ich sehr sehr schlecht geschlafen habe, falls es das wieder gut macht. :D

Die heutige Montagsfrage ist ziemlich spannend finde ich, da sie nicht direkt etwas mit einem Genre oder einer bestimmten Art von Büchern zu tun hat.


Ein Blick zurück - wie bist du zum Bücherwurm geworden?





Ich glaube, es gab bei mir gar keinen direkten Auslöser. Also kein Ereignis oder der "Zwang" von Zuhause. Meine Mom hat mir und meinem Bruder schon immer viel vorgelesen und welches Kind mag nicht gerne Geschichten erzählt bekommen. Meine Phantasie und mein Vorstellungsvermögen waren also schon immer recht ausgeprägt - wobei ich glaube, dass das bei fast allen Kindern so ist, oder?

Als ich dann in der Schule lesen gelernt habe, war es auch irgendwie vollkommen natürlich, dass ich selbst Bücher las und die Bücherei in unserem Bremer Vorort-Stadtteil war nicht mehr sicher vor mir. Das war die Zeit, in der ich am meisten in eine Bücherei gegangen bin - irgendwann habe ich dann angefangen, die Bücher selbst zu kaufen und auch besitzen zu wollen, aber das war erst in meiner Teenagerzeit. 

Wie gesagt, irgendwie hat das Lesen schon immer zu mir gehört und ich mache das schon seit ich denken kann so so gerne! Aber erst seit ich circa 14 / 15 Jahre alt war, habe ich angefangen, das auch eher als einen Charakterzug von mir zu sehen und das wirklich wahrzunehmen und wert zu schätzen.


Gab es bei euch einen Auslöser, einen bestimmten Moment, der euch zu einem Bücherwurm gemacht hat? Oder war das wie bei mir schon immer so?






Sonntag, 7. August 2016

Gefragt | Classic-Confession No. #10



Hey ihr Lieben! :)
Heute wieder ganz pünktlich auf einem Sonntag die Classic-Confession von Antonia, die von ihr auch schon mit viel Herzblut beantwortet wurde. :)



Überdramatisiertes Buchende in einem Klassiker



Da ich ja bereits zu Beginn sagte, dass es hier bei mir auch um persönliche Klassiker gehen wird - da ich eben noch nicht viele Klassiker gelesen habe - möchte ich mit euch heute nicht nur über direkte Klassiker reden.

Aber über einen: Der Prinz von Homburg war eine unserer Pflichtlektüren im Deutsch LK und ich fand das Buch toll, gerade wegen des Endes. Manch andere fanden es übertrieben beziehungsweise unnötig unklar. Um es kurz zu umreißen: Zu Beginn träumt der Prinz von Homburg und wacht dann auf, Geschichte und Plot passieren und ganz am Ende ist er an der gleichen Stelle, wo er zu Beginn aus seinem Traum aufgewacht ist und man ist sich als Lese nicht sicher, ob er nun alles geträumt hat und nicht wie angenommen am Anfang aufwacht, sondern die gesamte Geschichte nur ein Traum war.
Ich war begeistert: ich meine, wie cool ist das, so sehr mit den Lesern spielen und sie vielleicht an der Nase herumzuführen? Das zeigt vom Können des Autoren und seinen Fähigkeiten! Ich mochte es, viele andere nicht.

Was Buchtode angeht, die Antonia Mittwoch in ihrem Beitrag umrissen hat und die sie als völlig unnötig erachtet hat, hatte ich auch. Und da kommen die persönlichen Klassiker ins Spiel.

Freds Tod in Harry Potter!
Muss ich noch mehr sagen? Wieso? Warum? Es bricht mir jedes Mal das Herz, zwar habe ich keinen Zwilling aber einen jüngeren Bruder und wenn ich mir vorstelle... nein! Einfach nein! Ich leide so mit George, der immer und ständig fühlt, dass ihm ein Teil fehlt, ein Teil der schon immer da war, im wahrsten Sinne des Wortes!
Freds Tod war einfach unnötig - und wir wissen ja, dass JK das auch so sieht, da sie ja sagte, dass Freds Tod dafür da war, um zu zeigen, dass manche Tode einfach keinen Sinn haben. Aus Autorensicht kann ich das absolut nachempfinden und es ist auch gut so - aber als Leser bricht mir das Herz! Einfach so unnötig und schmerzhaft und... ja, wie der Verlust eines geliebten Menschen nun einmal ist.


Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder wirklich das Ende eines Klassikers total gehasst?





Samstag, 6. August 2016

Abgrund

Wenn du merkst, wie du schon seit Tagen immer weiter auf den Abgrund zu steuerst.
Wenn du die Augen Richtung Horizont richtest, um nicht in die Schwärze hinab zu sehen.
Wenn du mit deinen Zehen die Kante ertasten kannst und mit aller Macht aufrecht stehen bleibst.
Wenn du das Gefühl hast, auseinander zu fallen.

Wenn dir dein Zimmer nicht dunkel genug sein kann, weil das Sonnenlicht stört.
Wenn du jeden Spiegel in deinem Zimmer mit einem Tuch verhängst, um dein eigenes Spiegelbild nicht zu sehen.
Wenn du am besten ganz reglos dasitzt, um nicht durch eine unbedachte Bewegung abzustürzen. 
Wenn du dich bedacht ruhig und sanft zu bewegen versuchst, wenn du es überhaupt tust.
Wenn du den ganzen Tag in deinem Bett verbringen könntest.
Wenn du den ganzen Tag apathisch Löcher in die Luft starren könntest.

Wenn die Vorstellung Tränen in die Augen treibt, ganz woanders zu sein. Mitten auf dem Ozean, weg von allem und jedem.
Wenn du nur dort liegen und atmen wollen würdest.
Wenn dir jedes Geräusch zu viel ist.
Wenn dir die Welt auf den Sack geht.

Mittwoch, 3. August 2016

Gelebt | Motivations-Mittwoch No. #037

Der letzte Motivationspost ist auch schon wieder fast anderthalb Monate her, wie und in welcher Form es mit ihnen weitergehen wird, möchte ich euch heute erzählen.

Für alle, die nun erschrocken aufhorchen: keine Sorge, es wird den Motivations-Mittwoch weiterhin geben. Er bleibt auch mittwochs, allerdings lege ich nicht mehr den Zwang darauf, dass er wirklich jede Woche erscheint. Wenn dem so sein sollte, gut. Wenn ich es nicht schaffe, auch gut. Mir ist in letzter Zeit wieder etwas bewusster geworden, dass ich mir bei vielen Dingen Druck mache und Reglements setze, wie eben dass ein bestimmter Beitrag jede Woche erscheinen muss oder dass das, was ich mache, super fancy und toll sein muss. 

Ich möchte wieder versuchen, davon etwas Abstand zu gewinnen und ich bin sicher, das wird mir auch gelingen. Daher kann und werde ich nicht versprechen, dass der Motivationspost jede Woche kommt, sondern auch mal ein paar Wochen ausfallen kann. Außerdem ändere ich die Form ein wenig. Zu Beginn hatte ich immer mal wieder unter die Bilder etwas geschrieben, das ebbte allerdings etwas ab. Da mir diese frühere Form aber eigentlich ganz gut gefallen hat, möchte ich das wieder aufleben lassen und gleichzeitig durch den Motivations-Mittwoch ein bisschen mit euch plaudern und euch ein kurzes Statusupdate geben.
Vielleicht wird es dafür auch nochmal einen anderen Ort hier auf dem Blog geben, aber das ist momentan noch nicht sicher und wie ich ja sagte, möchte ich mich davon entfernen, mir Druck zu machen und Fristen zu setzen. Das funktioniert bei einigen Menschen vielleicht, bei mir eben einfach nicht.

Daher alles frei nach dem Motto: alles kann, nichts muss. Und mit dem Hintergedanken, dass ich einfach mache, worauf ich Lust habe und wonach mir der Sinn steht. Es wird also persönlicher als die vorherigen Monate, wem das nicht gefällt, der darf die Motivationsposts gerne ignorieren. :)



Beim Schreiben ist alles möglich. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und ich allein bestimme, was geschehen wird. Was zugegeben etwas größenwahnsinnig anmuten mag, ist zugleich wunderbar inspirierend und motivierend. Wenn mir etwas nicht gefällt, mir etwas besseres einfällt oder ich plötzlich erkenne, wo etwas fehlt, dann kann ich das ändern. Es ist meine Geschichte, es sind meine Wörter und ich alleine darf schalten und walten, wie es mir gefällt. 
Was wäre, wenn alte Menschen im Altersheim heimlich Partys schmeißen und die Pfleger nichts davon ahnen? Was wäre, wenn Loch Ness wirklich existiert und nur der Türsteher zu einer geheimen Drachenwelt unter dem See ist? Was wäre, wenn man die Gedanken aller seiner Mitmenschen hören könnte und der Friseur genau wüsste, wie man die Haare gerne geschnitten und gefärbt haben möchte?
Was wäre, wenn all dies möglich wäre und nur eine Idee entfern?


Ich bin nicht perfekt, so wie ich bin. Aber das ist gut so. Ich bin auch noch nicht dort angekommen, wo ich gerne hin möchte. Sei es körperlich, emotional, seelisch oder auf den Beruf bezogen.
Aber das ist in Ordnung, weil ich weiß, dass ich momentan daran arbeite. Dass ich langsam aber stetig das mache, was ich machen möchte, wofür mein Herz schlägt und was meine Seele singen lässt.
Sicher, es ist nicht immer leicht und es geht auch manchmal alles andere als vorwärts, aber Prozess ist Prozess und jeder kleine Fortschritt zählt. Ebenso wie jeder Rückschlag, da ich dann weiß, wie ich etwas nicht machen sollte, was mich wiederum auf die richtigere Spur bringt.


Und wir sollten auf dieses Flüstern hören - und auf das Brüllen erst recht. In manchen und ganz bestimmten Momenten teilt uns unser Herz und unsere Seele mit, was das subjektive Richtige für uns ist. 
Das kann der Kurzurlaub alleine an die Ostsee sein, der mitternächtliche Spaziergang in den Stadtpark, das gute Buch an einem verregneten Sonntag mit flauschiger Decke im Lieblingssessel. Oder der "Fuck it"-Moment, in dem man keinen Bock mehr darauf hat, zu Lernen und sich zu Stressen, sondern schöne, melancholische Musik anmacht und schreibt.
Momente, in denen man ganz bei sich ist und spürt, dass man gerade genau das macht, wofür man geboren wurde.


Keiner von uns weiß, wohin uns unser Weg führen wird und wenn wir nur die nächsten zwei Schritte sehen können ist das okay. Dann soll das momentan so sein. Ich versuche immer wieder, mich daran zu erinnern, dass alles irgendwo seine Ordnung hat und sobald die Zeit gekommen ist, alles an den Platz fallen wird, wo es hingehört. Ich habe keine Ahnung, ob mein Traum, mit dem Schreiben meine Brötchen zu verdienen irgendwann Realität werden wird. Alles, was ich bis zum Horizont momentan sehen kann, ist mein Studium. Das ist momentan der Weg, den ich sehen kann. Alles, was dahinter liegt, wird mit der Zeit zu mir kommen oder ich zu ihm.

Ich erinnere mich immer wieder daran, dass ich mich glücklich schätzen kann, dass ich so ein Vertrauen in das Universum und diese bestimmte Ordnung habe. Auch wenn es nicht immer leicht ist und ich ein paar Dinge erlebt habe, auf die ich in den Moment gut und gerne verzichtet hätte, kann ich bei ein paar davon rückblickend sagen, dass es seinen Sinn gehabt hat und mir nicht umsonst zugestoßen ist.
Ich weiß aber auch, dass viele dieses Bewusstsein nicht haben und in dunklen Momenten sich nicht sagen können, dass nichts ohne Grund geschieht, auch wenn sie diesen Grund gerade nicht erkennen können. Zwar treibt es mir die Tränen in die Augen, dies zu wissen, da ich nicht wüsste, wie ich sonst manchen Moment hätte überstehen sollen - aber genau deswegen und genau daraus schöpfe ich oft neue Kraft. Denn ich für mich, in diesem Moment, habe einen kleinen Strohhalm, an dem ich mich festhalten kann.


Selbst wenn es niemals jemanden geben wird, der meinen Roman würde kaufen wollen - ich schreibe ihn dennoch. Ich werde alle drei, vier oder fünf Teile schreiben, drucken lassen und im Fall der Fälle nur in mein eigenes Bücherregal stellen. Denn mir ist es wichtig und wenn ich der einzige Mensch sein sollte, den es kümmert, dann ist das eben so. Das sollte uns alle nicht davon abhalten, wundervolle und einzigartige Dinge zu tun, Dinge, die wir schon immer einmal machen wollten und die sich einfach richtig anfühlen.
Denn es wird immer einen Menschen geben, den kümmert, was du tust: Dich!


Nur darüber zu reden bringt ja leider nichts. Wir müssen die Dinge in die Hand nehmen, so schwer und so unmachbar uns das auch manchmal erscheinen mag. Von allein wird sich nichts änder, wir müssen den Stein ins Rollen bringen. Denn rollt er einmal, mag er manchmal eine Lawine lostreten. Jede kleine Veränderung kann etwas Großes bewirken und jede kleine Änderung ist ein kleiner Schritt hin zu etwas Neuem. Und kleine Schritte sind toll, kleine Schritte sind Schritte - und damit mehr, als nichts zu machen und still zu stehen. Jeder Schritt zählt, jede Überlegung, was wie anders gemacht werden könnte / sollte / müsste ist ein Schritt. Das Durchringen mag mitunter schwer sein, sich selbst zu überwinden und an seinem inneren Schweinehund vorbeizukommen ist nicht immer leicht und manchmal vielleicht sogar das Schwierigste überhaupt. Aber ich weiß, dass wir das können, dass wir das schaffen und dass wir es allen voran verdient haben und es wert sind!
Du bist es wert, dass du es schaffst! ♥




Zum Schluss habe ich noch dieses Bild für euch dabei. Manche Dinge davon sind leicht umzusetzen und bringen schon etwas. Das Gefühl, etwas getan zu haben, was man vorher noch nicht oder nicht bewusst gemacht hat, hilft einem zu merken, dass man aktiv werden kann - etwas, was mir selbst mitunter sehr sehr schwer fällt. Wenn ich könnte, würde ich an manchen Tagen regungslos und apathisch auf meinem Bett liegen oder in meinem Schwingsessel hocken und vor mich hinexistieren und Kopfkino gucken. Das Gefühl, dass man selbst nichts machen kann und vollkommen inaktiv zu sein, kenne ich also nur zu gut.
Dann ganz bewusst aufzustehen und einen Tee zu kochen und dabei jede einzelne Bewegung ganz deutlich wahrzunehmen kann helfen. Oder sich bewusst dazu entscheiden, einen Apfel zu kaufen - und ja, wenn es nur dieser eine gottverdammte Apfel ist und nicht gleich das perfekte super-healthy Frühstück, dann ist das eben so. Einen Apfel zu essen, zum Frühstück oder so zwischendurch, ist besser als ein Nutellabrot. Und das ist ein Schritt, eine Veränderung ein Aktiv-werden. Weil man etwas tut, ganz bewusst und sich dazu entscheidet.


Dienstag, 2. August 2016

Gedacht | Von Wertschätzung und Reviewbereitschaft

Für einen Schreiberling gibt es nichts schöneres, als das Wissen darum, dass die eigene Arbeit gewertschätzt und anerkannt wird. Dass sich jemand an den verfassten Texten erfreut, gerührt wird oder sich über das ein oder andere Detail wundert und schmunzelt.
Rückmeldung - und sei es nur in Form eines lapidar hinterlassenen "Gefällt mir" - ist essenziell und gibt der Seele des Schreiberlings einen ganz besonderen Aufschwung.

Auf fanfiktion.de bleibt diese Rückmeldung in Form von Reviews (Kommentaren) leider immer mehr aus und nimmt immer weiter ab. Bei einigen kürzlichen Ankündigungen und Abstimmungen zu Neuerungen im Geschichten-Archiv kam immer und immer wieder die Diskussion rund um die Abnahme der Reviews, der Wertigkeit von Bemühungen ebendiese zu erhöhen und der Sehnsucht nach Rückmeldung der Autoren auf. 
Ich war eifrig dabei, die Fahne für Reviews zu schwenken, weil ich fand, dass sie das einzige richtige Mittel sind, mit dem ein Autor nachvollziehen kann, ob die Geschichte oder der kürzlich verfasste Text gemocht wird.

Ihr merkt das scheint sich geändert zu haben. Ja, allerdings. Ich bin seit knappen sechs Jahren im Archiv angemeldet und habe daher quasi am eigenen Leib erfahren, wie sehr die Reviewbereitschaft der Leser abgenommen hat. Gut, man muss dazu sagen, dass ich eher im Prosa und Poesie Bereich unterwegs bin, wo die Rückmeldung sowieso geringer ist als in Fandoms wie Harry Potter, Naruto oder Twilight - um nur ein paar zu nennen.
Nichtsdestotrotz nimmt es einem die Motivation, wenn man das Gefühl hat, niemand würde die eigenen Texte lesen und wenn sie gelesen wurden, waren sie nicht einmal gut genug, dass man als Leser etwas dazu sagen möchte. 


Was hat sich bei mir geändert und warum?



Nach den Diskussionen, in denen es darum ging, dass die Administration des Archivs gerne etwas dafür tun möchte, dass wieder mehr Leser einen Kommentar hinterlassen und welche Möglichkeiten wir als User für gut und wichtig erachteten, habe ich etwas umgedacht.
Viele Male kam das Argument auf, dass man auch an den Favoriteneinträgen und den Zugriffen sehen kann, ob die Kurzbeschreibung und der Titel interessant genug sind, um die Geschichte, das Gedicht, den Text anzuklicken und auch, ob es gut genug gefallen hat, um es sich als Favoriten zu speichern. Ich hielt damals eifrig dagegen, da mir die Zugriffe nicht mehr verraten, als dass eben angeklickt wird, aber nicht wann und warum vielleicht wieder weggeklickt wird. Was sich der Leser gedacht hat und ob ihn bestimmte Dinge dazu gebracht haben, die Geschichte wieder zu schließen. Ähnlich bei Favoriteneinträgen, die sagen mir zwar etwas mehr, aber nicht das, was ich gerne wissen möchte.

Einige Tage und Wochen später achtete ich vermehrt auf die Aufrufe und auch auf die Favoriteneinträge. Manchmal bringen diese Argumentationen ja etwas in einem selbst zum Nachdenken und so verglich ich immer wieder - halb aus Trotz, um zu beweisen, dass ich eben nichts neues erfahre, und halb aus Neugierde und der Hoffnung, dass mir diese zwei Faktoren doch etwas mitteilen - innerhalb einiger Tage die Aufrufe und die Favoriten.

Und siehe da: es tat sich etwas! Vor allem meine Gesamtzahl der Aufrufe behielt ich im Auge und ich war erstaunt zu sehen, dass sie jeden Tag konstant anstieg. Ich traute meinen Augen kaum, doch es war tatsächlich so. Neue Kurzgeschichten oder Texte, die ich hochlud wurden innerhalb der ersten Stunden einige Male geklickt und wanderten in der Auflistung immer weiter nach oben, da nach Aufrufen sortiert wird. Es kam sogar der ein oder andere Favoriteneintrag hinzu.

Sie hatten also Recht. All die Leute, die behauptet hatten, dass man an den Klickzahlen und Favoriteneinträgen etwas ablesen konnte. Ich war überrascht und freute mich gleichermaßen. 


Meine Statistik am 31.07.2016



Und was ist mit den Reviews?



Zugegeben, die bleiben weiterhin aus beziehungsweise haben, wie gesagt, stark nachgelassen. Als ich auf fanfiktion.de anfing, habe ich für meine Gedichte immer mal wieder einen Kommentar bekommen, der aus mehr als zwei Sätzen bestand und über den ich mich wahnsinnig gefreut habe. 

Es ist ja nicht nur so, dass man als Autor gebauchpinselt werden und Honig ums Maul geschmiert bekommen möchte. Es geht auch darum, sich verbessern zu können oder zu wissen, welche Szene, welche Formulierung besonders gut geworden ist, damit man sich an etwas orientieren kann. 
Für mich persönlich ist das sehr wichtig, da ich sehr sehr selbstkritisch bin und so gut wie nie wirklich zufrieden mit mir selbst bin. Wenn mir dann jemand sagt "Hey, Szene XY hat mir gut gefallen, weil du da das und das toll beschrieben hast!" weiß ich, wo ich ansetzen kann, was ich besser machen kann. Nicht nur, um anderen zu gefallen, sondern... ja, um einfach bessere Arbeit abliefern zu können. Ich will gar nicht damit anfangen, darüber zu schreiben, was das Schreiben für einen Autoren bedeutet und wie wichtig es ist, das gut zu machen - das ist ein Thema für einen eigenen Eintrag. :D

Es geht viel mehr darum, in Kontakt mit seinen Lesern zu geraten. Sich darüber auszutauschen und zu erfahren, ob das was man ausdrücken und sagen wollte, wirklich angekommen ist. Man kann einem Menschen immer nur vor den Kopf schauen und im Internet ist nicht mal jemand da, dem man vor den Kopf schauen kann. Um zu wissen, ob ich mit dem Kapitel ausdrücken konnte, was ich wollte, muss ich mit den Lesern kommunizieren - und das geht in erster Linie nun einmal über die Reviews.


Ohne jammern und mahnen zu wollen gibt es noch einen Punkt, den ich versuchen möchte, neutral zu erklären - ich bin mir nicht sicher, ob mir dies gelingt, behaltet also bitte im Hinterkopf, dass es nicht meckernd gemeint ist:

Wenn man als Autor seine Texte im Archiv zur Verfügung stellt macht man das kostenlos. Niemand muss etwas dafür bezahlen, weder wenn man etwas hochlädt, noch wenn man etwas liest. Das heißt, die einzige "Entlohnung", die man als Autor für seine geleistete Arbeit erhält - denn so ein Text schreibt sich schließlich nicht von allein und zehrt, manchmal mehr manchmal weniger, an den eigenen Nerven und der Energie - sind die Reviews und die Favoriteneinträge (die Zugriffe lasse ich mal geflissentlich beiseite).

Besonders die Reviews sind hier quasi eine eigene "Währung", denn viele Leser - nicht alle, aber viele - bewerten die Qualität einer Geschichte (oder rufen sie erst deswegen [nicht] auf) anhand der hinterlassenen Kommentare. Hat eine Geschichte wenig Reviews, wird sie weniger oft aufgerufen, bekommt daher also noch weniger Reviews und das Ganze dreht sich im Kreis - und umgekehrt.

Dabei ist es leider vollkommen egal, wie lang die Reviews sind, ob es sich um Quietschies ( = Kommentare, die bspw. aus "Aaaaaaaaaaaaahhhhh! Wie süüüüüüüüüüß!" bestehen) handelt oder ob ein Leser ebenfalls viel Arbeit in ein sehr ausführliches Review gesteckt hat und sehr detailliert auf die Arbeit des Autoren eingeht. Solche Reviews sind relativ selten geworden.

Wie gesagt, ich stehe hier nicht mit dem mahnenden Zeigefinger und möchte meckernd ein schlechtes Gewissen verbreiten, sondern nur aufzeigen, dass man als Autor gerne etwas zurückbekommen möchte, wenn man seine Arbeit zur freien Verfügung stellt.



Und wie geht es weiter?



Für mich geht es auf jeden Fall sehr positiv weiter! Ich werde weiterhin die Aufrufe und die einzelnen Daten zu meinen einzelnen Texten im Auge behalten und mich über jeden Zugriff, jeden Favoriteneintrag und jede Empfehlung freuen wie ein Honigkuchenpferd!

Die Sache mit den Empfehlungen ist noch einmal eine ganz eigene, da diese nur nur ein Mal vergeben und nicht mehr zurückgenommen werden können. Dass ich mittlerweile 13 Stück bekommen habe, hat mir vor Freude beinahe ein Loch in den Bauch gefressen! Ihr könnt euch dieses Gefühl nicht vorstellen! ^___^

Ich für meinen Teil werde allerdings nicht nur auf meine eigene Statistik achten, sondern auch darauf, selbst wieder mehr Reviews zu schreiben. Im Gegensatz zu früher möchte ich längere Reviews schreiben, für die ich manchmal aber keine Zeit und keine Lust habe - was soll ich groß um den heißen Brei herumreden: meine eigene Reviewbereitschaft hat nachgelassen, das gebe ich ganz offen zu und so geht es, wie man sieht, nicht nur mir.
Wenn also jeder wieder anfängt, Reviews zu hinterlassen, sollte das schon etwas bringen. Was ich selbst haben möchte, sollte ich auch bereit sein, anderen zu geben. Sonst darf ich nicht meckern. ;)

Was ich mir allerdings im Archiv wünschen würde, sind detailliertere Statistiken - zugegeben, ich stehe darauf, mein eigenes Verhalten anhand von Verlaufsstatistiken zu stalken und im Auge zu behalten. Ich finde es super spannend, zu sehen, zu welcher Tageszeit die Zugriffe geschehen, ob die Leser wiederkommen oder ob es immer neue sind, und so weiter und so fort. Ein bisschen also wie hier auf Blogger, wo man auch seine Aufrufe gezielter sortieren und anschauen kann. :D



Ah, noch etwas. Erinnert ihr euch an die Reader-Insert-Fanfiction zu Suits, die ich vor einer Weile hier mit euch geteilt habe? Sie hat seit dem 13.05, also dem Tag, an dem ich sie hochgeladen habe, sage und schreibe 189 Zugriffe gehabt und doch tatsächlich 1 Review und 1 Favoriteneintrag bekommen! :)


Mir bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass ich wirklich froh darüber bin, einen etwas anderen Blick auf meine Zugriffe und die Favoriteneinträge bekommen zu haben. Es motiviert doch ein gutes Stück, wenn man sieht, wie oft eine Geschichte aufgerufen wird und dass sie entweder favorisiert oder sogar öffentlich empfohlen wird.
Wie genau es im Archiv weitergehen wird, um die Reviewbereitschaft der Leser wieder etwas anzukurbeln und welche Features letztendlich eingebaut werden, steht zwar schon mehr oder minder fest, allerdings wird das wohl noch eine Weile dauern.
Bis dahin werde ich für meinen Teil meine eigenen Favoritenlisten überarbeiten und noch einmal durchgehen und mir selber in den Allerwertesten treten und wieder mehr Reviews verfassen.



Schreibt ihr selbst Geschichten? Wenn ja, veröffentlicht ihr sie? Oder gehört ihr eher der Leser-Gemeinschaft an? Wie steht ihr zu dem Thema mit der Rückmeldung?








Montag, 1. August 2016

Gefragt | Montagsfrage No. #053

Hallo ihr Lieben!
Heute endlich mal wieder eine Montagsfrage im Gepäck, man mag es kaum glauben. Und da wir gerade schon bei Gepäck sind: die heutige Frage dreht sich darum, was Bestandteil unserer Gepäcks wäre.


Welche Bücher dürften in eurem Koffer nicht fehlen, wenn ihr jetzt in Urlaub fahren würdet?





1. Harry Potter and the Cursed Child
Ganz klar, oder? Wobei, so klar auch wieder nicht. Kurz nebenbei: ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass ich erst im September die deutsche Übersetzung lesen würde und habe mir die englische Version auch nicht vorbestellt oder dergleichen (ja, ganz schlimm. Und ich schimpfe mich Potterhead, wie kann ich nur!). Witzigerweise war ich heute bei Thalia und als ich die Treppe in den ersten Stock emporstieg, sprangen mir plötzlich die Cursed Child Exemplare ins Gesicht! Ganz plötzlich hatte ich eines in der Hand und stand plötzlich an der Kasse! Es war wie verhext! ;) (badumtss)

2. Das Lied von Eis und Feuer - Zeit der Krähen (Band 7)
Seit ein paar Tagen liebäugele ich immer wieder mit dem Buch und bin bald soweit, dass ich es weiterlese. Um es also bei der Hand zu haben, wenn es soweit ist, würde es definitv ins Reisegepäck einziehen.

3. Bartimäus - Das Amulett von Samarkand (Band 1)
Ich bin noch nicht so weit, zugegeben, aber es ist eines der Bücher, die ich momentan lese. Von daher: ab in den imaginären Koffer damit.


Das wäre es auch erst einmal. Den Harry Potter Band hätte ich garantiert schnell durch und das Lied von Eis und Feuer ist auch schnell gelesen, da mir nicht mehr viel fehlt. An Bartimäus hätte ich dann noch etwas länger zu lesen.
Da ich allerdings nicht wirklich in den Urlaub fahre - ich bin ja immerhin erst vor einigen Tagen von meiner Familie zurückgekommen - sondern nächste Woche eine Freundin für ein paar Tage besuche, muss ich mich zum Glück nicht zu sehr mit der Frage quälen, welches Buch ich denn unbedingt mitnehmen muss.



Fahrt ihr noch in den Urlaub oder bleibt ihr zu Hause? Welche Bücher würdet ihr auf jeden Fall mitnehmen wollen? Macht ihr euch Gedanken darum, welches Buch am besten zu eurem Urlaubsziel passt oder lest ihr einfach "stumpf" weiter, was ihr angefangen habt?