Sonntag, 31. Juli 2016

Gefragt | Classic Confessions No. #06 , #07, #08 & #09




Here I am, back again!

Puh, da musstet ihr ja eine ganze Weile ohne mich auskommen. Ich hoffe sehr, ihr habt meine Abwesenheit gut überstanden? (Ich habe gerade zwei Folgen Supernatural geschaut und in der zweiten kam exzessiv viel Crowley-Screen-Time vor, wenn ich also etwas verschmitzt formuliere und diverses Zwinkern zwischen den Zeilen versteckt liegt, mag es mir verziehen sein! ;) )

Wie ich letzte Woche angekündigt habe, als ich bei meiner Mom am Esstisch saß und euch ein paar Zeilen tippte, möchte ich heute die verpassten Classic-Confessions-Fragen von Antonia beantworten. Zwar taucht mein Name dann nicht öfter in der Los-Urne auf - das ist mir klar - aber der Einheitlichkeit halber möchte ich die Fragen vervollständigen. Ihr dürft euch also über viel Gequatsche heute freuen. Schnappt euch also Kekse und Tee oder Kaffee und macht es euch gemütlich! ♥



#06 - Habt ihr eine bevorzugte Literaturepoche oder lest ihr gern quer durch die Vergangenheit?



Schwierig für mich zu beantworten, muss ich gestehen. Seit meinem Deutsch LK habe ich mich nicht mehr genauer mit Literaturepochen beschäftigt - ich stehe ja noch am Anfang meiner Klassik-Erfahrungen. Ich würde aber sagen, dass ich gerne erst einmal mit besser-verständlicher-Klassik anfangen will. Stücke von Goethe finde ich okay, aber alles was davor oder komplizierter geschrieben ist, werde ich mir erst einmal nicht geben.
Wie ich ja bereits erwähnt habe, möchte ich als erstes Stolz und Vorurteil und Verstand und Gefühl von Jane Austen lesen. Ziemlich abgedroschen, ich weiß. Aber das schwebt mir wirklich schon eine Weile vor. 
Die Leiden des jungen Werther habe ich selbst in der Schule nicht gelesen, mein Bruder dafür schon. Falls er seine Ausgabe noch hat (und die noch leserlich ist, mein Bruder geht leider nicht ganz so bücherliebend mit seinem quasi nicht existenten Buchbestand um, wie ich), würde ich mir die von ihm borgen und mich daran versuchen.

Also nein, eine bevorzugte Epoche habe ich nicht. Schlicht und ergreifend deswegen, da ich das absolut nicht gut miteinander vergleichen kann und so ad hoc auch nicht einmal genauer definieren kann, was wie und warum welche Epoche ist. :D




#07 - Wie steht ihr zu Klassiker-Verfilmungen?


Ich weiß, dass die beiden Jane Austen Bücher, die ich gerne lesen möchte wie oben erwähnt, verfilmt wurden. Allerdings habe ich mir die Filme, wie auch die Bücher, noch nicht angeschaut.
Ich bin nicht sicher, ob es einen Unterschied macht, ob ein neuzeitlicher (fiktionaler) Roman verfilmt wird oder ein klassischer. Fest dürfte stehen, dass Filme nie an die Bücher herankommen, das ist uns allen klar, denke ich. Daher würde ich auch bei Klassikern dazu tendieren, auf jeden Fall nicht nur die Filme zu schauen, sondern mich davon überraschen zu lassen, was mir die Bücher noch zu bieten haben. Am besten natürlich in der Reihenfolge, dass man die Bücher zuerst liest und dann die Verfilmung schaut. ;)




#08 - Nach welchen Kriterien entscheidet ihr euch für Klassiker-Ausgaben?



Antonia, hör doch auf, solche komplizierten Fragen für die Noobs unter uns zu stellen - okay, vermutlich bin ich die einzige, völlig unerfahrene Klassik-Leserin, die an der Aktion teilnimmt. Aber ich schöpfe eifrig aus meinen Schulerfahrungen! Also, Ärmel hochgekrempelt.

Wie ich jetzt selbst und völlig auf mich allein gestellt Ausgaben aussuchen sollte, weiß ich nicht. Vermutlich würde ich aber immer welche nehmen, die relativ neu sind? Mein Bauchgefühl sagt mir dies zumindest gerade, vor allem auch, weil ich mir vorstellen kann, dass man mit der Zeit und der Zahl der Auflagen besser etwaige frühere Übersetzungsfehler ausfindig machen konnte und die fremdsprachigen Klassiker besser übersetzt wurden.
Was deutsche Klassiker angeht würde ich vermutlich gerne Ausgaben in die Finger bekommen, bei denen die originale Sprache beibehalten wurde und nicht "für besseres Verständnis" die Grammatik oder Rechtschreibung angeglichen wurde. Wenn ich mich schon mit klassischer Literatur auseinander setze, dann werde ich es ja wohl hinbekommen, ein bisschen umzudenken. Ansonsten steige ich halt nicht mit so schwerer Kost ein, ihr versteht?
Nachdem ich die Übersetzung gelesen habe, traue ich es mir (mittlerweile) auch zu, englische Romane im Original zu lesen.

Ob Hamburger Lesehefte oder Reclam, würde ich immer zu den Hamburgern tendieren. Die haben wir in unserem LK damals auch gelesen und ich finde zum Einen die Größe angenehmer als bei den Reclam-Heften. Zum Anderen scheinen mir die gelben Hefte von Reclam regelrecht "PFLICHT-SCHULLEKTÜRE!!" ins Gesicht zu schreien und daran will wohl niemand gerne erinnert werden. 
Kleiner Funfact am Rande: die Bücher, die ich während meiner Schulzeit lesen musste, waren nie von Reclam. Ich habe die gelben Büchlein immer nur bei meinen Stufenkameraden gesehen und habe ohne selbst eines in der Hand gehalten zu haben, eine Abneigung gegen sie entwickelt. :D




#09 - Welchen Klassiker liest du gerade, beziehungsweise: welcher Klassiker steht als nächstes auf deiner Leseliste?



Und nun alle zusammen: _______________!
Zum dritten Mal erwähne ich die Bücher heute: Stolz und Vorurteil bzw. Verstand und Gefühl. Aber welchen Roman ich zuerst lesen will, weiß ich noch nicht. Vermutlich aber Stolz und Vorurteil, einfach weil Bauchgefühl und blubb.
Das Buch zu dem Film Frühstück bei Tiffany möchte ich auch gerne lesen. Viel darüber gehört, aber es ist irgendwie doof, wenn man nicht selbst mitreden kann. 



Könnt ihr mir bestimmte Klassiker wärmstens ans Herz legen, welche ich unbedingt viel eher als alles andere lesen soll? :D




Samstag, 16. Juli 2016

Leben, Leben, Urlaub

So viel zu "Sobald ich Ferien habe, wird es auch wieder etwas aktiver auf dem Blog".
Ich bin momentan bei meiner Familie und werde daher nicht viel Bloggen. :) Was schade ist im Bezug auf die Montagsfrage und die Classic Confessions - aaaaaber: die werde ich gesammelt in zwei oder drei Wochen beantworten. ;)

Ich wünsche euch schöne Ferien oder Urlaub oder eine schöne Zeit auf der Arbeit. :D

Dienstag, 5. Juli 2016

Gefragt | Classic-Confessions No. #05



Hey ihr Lieben!
Da wurde aus dem sonntäglichen Wir-sitzen-mal-beisammen-und-bequasseln-Antonias-aktuelle-Klassiker-Frage wieder einmal nichts. Momentan laufen meine Klausuren in der Uni und heute habe ich die schlimmste hinter mich gebracht: Statistik. Es lief gut, um das direkt einmal vorweg zu nehmen und so langsam sehe ich die Ferien schon auf mich zukommen! Welch eine Wohltat.

Da ich die Frage von letzter Woche aber so toll fand (und natürlich so oft ich kann in den Lostopf möchte ;P), wollte ich die fünfte Classic-Confession natürlich nicht sang- und klanglos in der Versenkung verschwinden lassen.


(Klassisches) Lieblingsgedicht - Habt ihr eins? Wenn ja, welches?


Ich kann leider weder sagen, ob es aus der Klassik stammt, noch von welchem Autoren (ja, ich könnte googlen, nein, das werde ich nicht tun, weil die Unwissenheit über den Autoren zu dem Gedicht dazu gehört, für mich zumindest), aber das Gedicht hat es mir angetan, seitdem ich es das erste Mal gelesen habe (in der Schule witzigerweise, aber ich bin nicht mehr sicher, ob das noch in Bremen oder schon im Münsterland war...).


Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer,
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohn' Unterlass
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugendzauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.


Ich liebe das Meer, ich liebe Grau, ich liebe Regen und ich liebe Einsamkeit und Ruhe. Dieses Gedicht schafft es einfach, etwas ganz Bestimmtes in mir zu berühren, was sonst nur sehr sehr schwer berührt wird und auch nicht auf die Art und Weise, wie es das Bild eines grauen, stürmischen Meeres kann.

Aber mal von diesem bestimmten Fall abgesehen liebe ich die Gedichte von Rainer Maria Rilke - die, die ich von ihm bisher gelesen habe. Sie sind so... schön, bittersüß und schmerzhaft schön. Schwer zu beschreiben, aber ich stehe auf tiefe, schwere, gefühlvolle Gedichte. Edgar Allan Poe hat auch so manche Zeile geschrieben, die mich sehr bewegt und mich berührt hat.

Von Rilke gefällt mir Folgendes auch sehr gut:


Der Tod ist groß,
wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

(R.M. Rilke - Schlussstück)

Es ist traurig, ja. Aber so unfassbar schön. So unfassbar passend, dass es mir jedes Mal die Tränen in die Augen treibt, weil es so wahr ist und doch so schön verpackt.

Meine eigenen Gedichte (reichen da nicht im Entferntesten dran heran!) sind selbst von Zeilenumbrüchen geprägt und meist sehr melancholisch-düster. Irgendwie sind das Dinge, in denen ich wirkliche Schönheit finden kann. Schwer zu beschreiben, aber bei solchen Gedichten kann ich wirklich sagen, dass sie mich berühren!