Sonntag, 19. Juni 2016

Gefragt | Classic Confessions No. #03



Hallo meine Liebsten!
Und da sind wir auch schon wieder! Gut für mich ist der letzte Classic-Confessions-Beitrag nicht so lange her, denn während ich das schreibe ist gerade Mittwochabend, viertel nach sieben. Und während ihr das lest, sitze ich nach einem hoffentlich und sicherlich sehr fantastischen, großartigen, wunderbaren Wochenende in Schleswig-Holstein wieder im Zug zurück nach Osnabrück - oh Gott, es reimt sich...

Wie dem auch sei, während "Ich" also mein Vergangenheits-Ich ist und hier gerade die Zeiten aufeinander prallen, da ihr in der Gegenwart und ich in der Vergangenheit - und omg, der Doctor wird kommen und mir die Ohren langziehe, weil ich mit Zeit herumspiele!

Okay, nun aber wirklich ernsthaft. Es soll natürlich um meine Antwort zu der dieswöchigen Classic-Confessions-Frage der lieben Antonia gehen! :)



Bevorzugt ihr bei Klassikern die Originalsprache oder eine Übersetzung?



Ich schließe mich da zum größten Teil Antonia selbst an. Sie hat es wundervoll auf den Punkt gebracht. Denn ich mag ehrlich gesagt auch beides. Bestes Beispiel, was mir dabei sofort in den Sinn kam, ist das Gedicht von Shakespeare "Shall i compare thee to a summer's day" / "Vergleich ich dich mit einem Sommertag?". 
Wir lasen die Version im  Englischkurs in der Oberstufe (ebenfalls nach etwaigen Lehrerwechseln,  I feel you, Antonia! :'( ) und ich muss sagen, dass ich hier total hin und her gerissen bin. Dazu muss man sagen, dass mein Englisch besser geworden ist in den letzten Jahren und besonders in den letzten Monaten (dank tumblr-Nutzung und diverser Binge-Watching-Aktionen von Serien auf Netflix in englischer Originalsynchro) und ich die Sprache mehr und mehr liebe.

Die Übersetzung hat mir in der Schule aber geholfen, das Gedicht zu verstehen. Dennoch macht es für mich einen sehr großen Unterschied, ob es sich um die originale Auswahl der Wörter durch den Autoren handelt oder ob ein Übersetzer die Wörter ausgesucht hat, so wie er glaubt, dass der Autor das gemeint hat. 

Btw. finde ich die Formulierung Shall i compare thee... viel viel viel fucking viel schöner als Vergleich ich dich....
Ich fühle mich dem Stück und dem Autoren näher, wenn ich die von ihm ausgewählten Formulierungen lese und ich verstehe dabei manche Dinge vielleicht anders, als ein Übersetzer. Oder die Übersetzer untereinander würden manche Stücke anders übersetzen. Bei mir schleicht sich dann oft das Gefühl ein, dass mir was von dem Hintergrund entgeht, der vom Autoren vorgesehen war. Schwierig zu erklären...

Bei Englisch ist das ja mittlerweile auch nicht mehr das Problem, aber Klassiker auf Spanisch oder - Gott bewahre - auf Französisch könnte ich mir auch nicht zu Gemüte führen. Von Japanisch mal ganz abgesehen :D.
Wobei, während ich das Tippe habe ich das heutige Gespräch bezüglich meines geplanten Auslandsstudium noch halb im Ohr und da ich mich unter anderem für Spanien bewerben werde, möchte ich auch mein Spanisch auffrischen. Interessant wäre es dabei tatsächlich, wenn ich mir danach mal spanische Klassiker gebe - wie Don Quixote beispielsweise oder so.


Aber wie ist das bei euch? Habt ihr auch einen direkt Vergleich? Auf welchen Sprachen habt ihr Originalliteratur schon gelesen?






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