Montag, 27. Juni 2016

Gefragt | Classic Confessions No. #04


Die vierte Frage von Antonia steht schon seit Mitte letzter Woche fest und dennoch komme ich erst jetzt dazu, sie zu beantworten. Ich war am Wochenende bei meiner Mama zu Besuch und habe vergessen, vorher den Beitrag für Sonntag zu planen. Gestern Abend kam ich wieder zurück nach Osnabrück und hatte einfach keine Energie mehr, mich mit der Frage zu beschäftigen, die eigentlich sehr sehr schön ist! :)

Ich kann auch noch nicht versprechen, dass es einen MM diese Woche gibt, vielleicht schaffe ich es gleich noch, die Montagsfrage zu beantworten. Momentan stecke ich mitten in der Klausurenphase (nächste Woche ist es so weit) und ich jongliere momentan die drei Themen für die Klausuren und für einen kurzen Test. Ab Ende nächster Woche sollte es aber wieder etwas aktiver hier werden. :)




Habt ihr einen Lieblingskinderbuchklassiker und wenn ja: welchen und warum?


Ich habe mich beim Lesen der Frage letzte Woche vor allem an die zwei Bücher erinnert, von denen meine Mama meinem Bruder und mir immer wieder lachend erzählt, da sie und Oma und die immer wieder vorlesen mussten. Und selbst wenn wir schon halb eingeschlafen waren und dann ein paar Seiten übersprungen wurden, waren wir wieder hellwach und konnten ganz genau aufsagen, welcher Teil übersprungen wurde. Mein Kinderbuch war "Die Henne Berta" und bei meinem Bruder "Maulwurf Grabowski". Leider leider leider haben wir das Buch nicht mehr, aber ich werde das irgendwann nochmal besorgen. :D Definitiv!

Ansonsten sind für mich auch Bücher wie "Wer hat dem Maulwurf auf den Kopf gemacht?" oder Astrid Lindgrens "Wir Kinder aus Bullerbü" absolute Klassiker, einfach weil ich sie mit meiner eigenen frühen Kindheit verbinde. Geliebt habe ich auch sehr "Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?" mit dem großen und dem kleinen Hasen! Hach! ♥

Wir haben in der Grundschule sogar einmal "Emil und die Detektive" von Erich Kästner gelesen und ich habe es geliebt (und durfte sogar stellenweise vieles vorlesen, weil ich schon sehr gut lesen konnte :D Angeberei incoming und so!) und ich glaube, in der fünften oder sechsten Klasse haben wir sogar "Der kleine Prinz" gelesen. Allerdings muss ich sagen, dass wir damals noch nicht... ich weiß nicht, groß genug waren? Wir haben zumindest nicht so wirklich verstanden, worum es geht, zumindest habe ich im Nachhinein das Gefühl, dass dem so war.


Absolute Klassiker sind für mich aber auch die Bücher von Cornelia Funke. Angefangen von den "Wilden Hühnern" (die ich mir fast alle aus der Bücherei ausgeliehen und gelesen habe!) hin zu "Drachenreiter" (welches Mama uns vorgelesen hat, an welches ich mich aber fast nicht erinnern kann, weil wir das nie zu Ende gelesen haben). Cornelia Funke schreibt einfach wundervolle Kinderbücher! ♥ 



Was sind denn eure liebsten Kinderbuchklassiker? Habt ihr welche? 






Sonntag, 19. Juni 2016

Gefragt | Classic Confessions No. #03



Hallo meine Liebsten!
Und da sind wir auch schon wieder! Gut für mich ist der letzte Classic-Confessions-Beitrag nicht so lange her, denn während ich das schreibe ist gerade Mittwochabend, viertel nach sieben. Und während ihr das lest, sitze ich nach einem hoffentlich und sicherlich sehr fantastischen, großartigen, wunderbaren Wochenende in Schleswig-Holstein wieder im Zug zurück nach Osnabrück - oh Gott, es reimt sich...

Wie dem auch sei, während "Ich" also mein Vergangenheits-Ich ist und hier gerade die Zeiten aufeinander prallen, da ihr in der Gegenwart und ich in der Vergangenheit - und omg, der Doctor wird kommen und mir die Ohren langziehe, weil ich mit Zeit herumspiele!

Okay, nun aber wirklich ernsthaft. Es soll natürlich um meine Antwort zu der dieswöchigen Classic-Confessions-Frage der lieben Antonia gehen! :)



Bevorzugt ihr bei Klassikern die Originalsprache oder eine Übersetzung?



Ich schließe mich da zum größten Teil Antonia selbst an. Sie hat es wundervoll auf den Punkt gebracht. Denn ich mag ehrlich gesagt auch beides. Bestes Beispiel, was mir dabei sofort in den Sinn kam, ist das Gedicht von Shakespeare "Shall i compare thee to a summer's day" / "Vergleich ich dich mit einem Sommertag?". 
Wir lasen die Version im  Englischkurs in der Oberstufe (ebenfalls nach etwaigen Lehrerwechseln,  I feel you, Antonia! :'( ) und ich muss sagen, dass ich hier total hin und her gerissen bin. Dazu muss man sagen, dass mein Englisch besser geworden ist in den letzten Jahren und besonders in den letzten Monaten (dank tumblr-Nutzung und diverser Binge-Watching-Aktionen von Serien auf Netflix in englischer Originalsynchro) und ich die Sprache mehr und mehr liebe.

Die Übersetzung hat mir in der Schule aber geholfen, das Gedicht zu verstehen. Dennoch macht es für mich einen sehr großen Unterschied, ob es sich um die originale Auswahl der Wörter durch den Autoren handelt oder ob ein Übersetzer die Wörter ausgesucht hat, so wie er glaubt, dass der Autor das gemeint hat. 

Btw. finde ich die Formulierung Shall i compare thee... viel viel viel fucking viel schöner als Vergleich ich dich....
Ich fühle mich dem Stück und dem Autoren näher, wenn ich die von ihm ausgewählten Formulierungen lese und ich verstehe dabei manche Dinge vielleicht anders, als ein Übersetzer. Oder die Übersetzer untereinander würden manche Stücke anders übersetzen. Bei mir schleicht sich dann oft das Gefühl ein, dass mir was von dem Hintergrund entgeht, der vom Autoren vorgesehen war. Schwierig zu erklären...

Bei Englisch ist das ja mittlerweile auch nicht mehr das Problem, aber Klassiker auf Spanisch oder - Gott bewahre - auf Französisch könnte ich mir auch nicht zu Gemüte führen. Von Japanisch mal ganz abgesehen :D.
Wobei, während ich das Tippe habe ich das heutige Gespräch bezüglich meines geplanten Auslandsstudium noch halb im Ohr und da ich mich unter anderem für Spanien bewerben werde, möchte ich auch mein Spanisch auffrischen. Interessant wäre es dabei tatsächlich, wenn ich mir danach mal spanische Klassiker gebe - wie Don Quixote beispielsweise oder so.


Aber wie ist das bei euch? Habt ihr auch einen direkt Vergleich? Auf welchen Sprachen habt ihr Originalliteratur schon gelesen?






Mittwoch, 15. Juni 2016

Gelebt | Motivations-Mittwoch No. #036

Hey ihr Lieben!
Ich bin ein wenig spät dran mit dem heutigen Motivations-Mittwoch, aber lieber zu spät als gar nicht, was?
Voll motiviert werde ich gleich noch die dritte Classic Confessions- Frage beantworten und für Sonntag planen. Danach werde ich dann anfangen, meine Reisetasche zu packen, denn es geht für mich zum 2. FSJK-Alumni-Seminar zum Scheersberg! Hach, ich freue mich schon total und bin ganz aufgeregt! Das erste Ehemaligentreffen letztes Jahr war auch richtig richtig toll und hat super viel Spaß gemacht! Ich hoffe nur, dass das Wetter oben im Norden besser wird, als es hier momentan in Niedersachsen der Fall ist! D:

Aber gut, hoffen wir das Beste und stürzen uns erst einmal in Motivation!













Was sind denn eigentlich eure eigenen Methoden, um euch zu motivieren oder etwas zu disziplinieren?
Bei mir geht ja sehr viel nur darüber, dass ich mich selbst belohne. :D 
Ich setze mir meistens klare Ziele wie "Zehn Minuten die Vorlesungsaufzeichnung schauen und Notizen machen, dann darf ich fünf Minuten auf FB, Pinterest, tumblr und co herumsurfen und dann geht es weiter". 

Wie motiviert ihr euch? Setzt ihr euch klare Ziele, die ihr erreichen wollt?






Montag, 13. Juni 2016

Gefragt | Montagsfrage No. #052

Hey ihr Lieben! :)
Ich komme gerade frisch aus der Uni - hatte von zehn bis zwölf die Vorlesung "Theorien sozialer Differenzierung" bei meinem Lieblingsprof - und bevor ich mich jetzt wieder daran setze, für die anstehenden Klausuren Anfang Juli zu lernen, möchte ich mit euch über die heutige Montagsfrage diskutieren.



Machen Lesespuren im Buch (Annotationen, Unterstreichungen, Besitzvermerke) ein Buch für Dich wertvoller oder mindern sie den Wert?




Wer mich kennt, wird jetzt mit einem freudlosen Lächeln in Deckung gehen, denn:
ich HASSE sowas und könnte mich stundenlang darüber aufregen! 
Daher, ja, sie mindern den Wert eines Buches für mich ungemein. Wobei ich da aber eher Mitleid mit den Büchern empfinde, immerhin kann dieses Stück Kunst ja nichts dafür, dass es geschändet und missachtet wurde.

Ich meine, wer macht denn sowas? Ich geh doch auch nicht hin und kritzel mal eben auf der Mona Lisa herum?! Da würden sich alle sofort einstimmig darüber aufregen, dass so was ja auf gar keinen Fall angehen kann. Ach, aber wenn jemand Dinge in einem Buch markiert oder unterstreicht, da steht die Hälfte der Menschheit auf der einen Seite und befürwortet das auch noch?!

Nee! Nein! Einfach nein! Solche Menschen fressen auch kleine Kinder! Oder falten ihre Buchseiten zu Orimoto-Kunst (darüber habe ich mich schon einmal ausgelassen!). 
Mir fiel es auch bei der Schullektüre nicht wirklich leicht, aber da kam ich schlecht umhin. Außerdem waren da die Lektüren auch gleichzeitig Arbeitsmaterial. Es hat mir nicht gefallen, in Iphigenie auf Tauris Striche für das Metrum hinein zu kritzeln, aber ohne ging es einfach nicht. 
Natürlich schreibe ich auch in meine Unibücher hinein, aber das ist meiner Ansicht nach einfach etwas anderes. Das ist Arbeitsmaterial, mit dem ich ansonsten auch sehr pfleglich umgehe und weder Eselsohren als Lesezeichen knicke (!!!!! Gott, wer macht denn sowas?!) und darauf achte, sauber zu unterstreichen, mir Erklärungen für Wörter fein mit Bleistift an den Rand zu schreiben und so ordentlich wie möglich mit dem Textmarker zu hantieren.

Aber ich würde nie nie niemals auf die Idee kommen, in 'nem Harry Potter mir besonders witzige Stellen oder Zitate zu markieren. 
Da läuft es mir schon einfach eiskalt den Rücken hinunter ich kriege absolut die Krise wenn ich mir vorstelle, dass einige Leute das machen.

Wo ist denn der Respekt vor diesem Stück Kunst geblieben? Der Respekt vor dem geschriebenen Wort? Der Respekt vor dem aus dem Nichts Erschaffenen von einem Autoren, dessen Seele zu einem guten Stück in seinem Werk steckt?
Wie gesagt, mit einem Bild im Museum darf man das ja auch nicht machen. Aber bei Büchern ist das okay?!



Aber wie seht ihr das? Geht es euch wie mir  und ihr regt euch darüber auf? Oder seht ihr das gar nicht so eng und findet das eigentlich ganz okay?
(Ich werde niemanden steinigen, der sagt, dass er das macht. Aber erklärt mir doch dann bitte, wieso? :D)





Sonntag, 12. Juni 2016

Gefragt | Classic Confessions No. #02



Hey ihr Lieben und herzlich Willkommen zurück! :)
Habt ihr euch auf eurem Sofa oder Schreibtischstuhl zusammengekrümelt? Gut. Steht eine heiße Tasse Tee, Kaffee oder Kakao vor euch? Noch besser. Dann können wir uns ja bei ein paar Keksen über weitere Klassiker unterhalten.

Wie auch die erste Frage von Antonia letzte Woche ist auch die heutige noch eine kleine Einstiegsdrogefrage zu den Klassikern. Witzigerweise knüpft die Frage genau an meine Antwort von letzter Woche, was für ein Zufall! :)


Habt ihr alle Klassiker, die ihr in der Schule lesen solltet, auch gelesen und welche habt ihr gelesen?



Nein. Ich schäme mich ein bisschen, aber nein, ich habe nicht alle gelesen, die wir lesen sollten. Aber fangen wir von vorne an. Welche Klassiker wir gelesen haben, waren:


  • Buddenbrooks - Thomas Mann
  • Iphigenie auf Tauris - Goethe
  • Woyzeck - Georg Büchner
  • Der Prinz von Homburg - Heinrich von Kleist
  • Tauben im Gras - Wolfgang Koeppen
  • Das Leben das Galileo Galilei - Bertold Brecht

Die beiden englischen Bücher lasse ich mal weg, weil die scheiße waren ich die nicht unbedingt bei den Klassikern einordnen würde.
Ihr seht also, alle Klassiker, welche wir gelesen haben entsprechend in groben Zügen dem, was ich persönlich auch als Klassiker definieren würde: man kennt die Namen der Autoren bzw. hat sie schon mal gehört (von ein paar zumindest). Der Bekanntheitsgrad ist also schon einmal gedeckt. Auch für Diskussionen sorgen manche Werke noch immer bzw. gehört es immer noch zum guten Ton, wenn man mal etwas von diesen Schriftstellern gelesen hat. Klar, richtig "angeben" kann man wahrscheinlich, wenn man Faust von Goethe gelesen hat (was ich nicht habe) oder Shakespeare Gedichte auswendig kann (wir haben welche gelesen und sie waren wunderschön, aber auswendig kann ich sie nicht).

Um Antonias Frage aber zu beantworten: nein, Buddenbrooks habe ich nicht durchgelesen. Ich schäme mich wirklich etwas dafür, weil ich die Geschichte eigentlich sehr mag und auch eher weniger Probleme mit dem Schreibstil hatte (Goethe schreibt "schlimmer" und den habe ich sehr gerne gelesen!). Aber wenn ich mich recht erinnere hatte ich genau zu dem Zeitpunkt ein Lesetief als wir Buddenbrooks in Deutsch drangenommen haben und wenn man mich zum Lesen zwingt, macht es das nur noch schlimmer. Dementsprechend gering war meine Motivation, Buddenbrooks zu lesen. Außerdem konnte ich es damals schon nicht leiden (und das hat sich bis heute kaum verändert), wenn man Texte bis ins Letzte auseinander pflückt und zu analysieren versucht. Bei Prosa ist das noch einmal etwas anderes, als bei Gedichten. Letztere bis auf jedes Stilmittel auseinander zu nehmen geht mir so sehr gegen den Strich, dass ich es fast als Misshandlung des geschriebenen Wortes ansehe. Gedichte leben davon, dass sie unausgesprochen etwas in uns ansprechen und auslösen - dafür muss ich nicht jeden Reim genau unter die Lupe nehmen und jede Metapher auseinandernehmen. Aber das ist ein ganz anderes Thema und gehört hier gerade gar nicht hin. :D

Etwas schade finde ich es, dass wir nichts von Rilke gelesen haben, da ich ein paar (Auszüge von) Gedichte(n) von ihm gelesen habe und direkt hin und weg war. Besonders eines über den Tod... hach *_____* Er ist toll! ♥

Bis auf Buddenbrooks habe ich aber alle Bücher komplett gelesen, wenn ich mich recht erinnere. Oder andersherum: ich kann mich nicht daran erinnern, ein anderes Buch bewusst nicht zu Ende zu lesen (weil mir irgendwann die Zeit fehlte und es immer mehr Kapitel wurden ''orz).


Welche Klassiker habt ihr denn in der Schule durchgenommen oder tut es gerade? Lest ihr gerne Schullektüre oder sucht ihr euch euren Lesestoff lieber selbst aus?





Sonntag, 5. Juni 2016

Gefragt | Classic Confessions No. #01



Hey ihr Lieben!
Am Mittwoch startete die Aktion von der lieben Antonia von Lauter&Leise. Wer sie noch nicht kennt, sollte unbedingt bei ihr vorbeischauen. Alleine das neue Design ist ein Besuch wert! ;)
Dort erfahrt ihr auch alles zu der Aktion. Von mir nur so viel: ich bin schon total aufgeregt, weil ich die Idee, mal die Klassiker in den Mittelpunkt einer Aktion zu stellen, richtig gut finde - auch wenn ich (noch) nicht sooo sehr in der Klassiker-Szene drin bin?

Passend zum Auftakt gibt einfach die absolut perfekte Frage!

Ein wenig zum Ablauf: Antonia stellt mittwochs eine Frage, da ich aber an dem Tag ja den Motivations-Mittwoch habe und diesen auch nicht verdrängen möchte und auch nicht regelmäßig zwei Posts an einem Tag raushauen möchte, habe ich mir überlegt, die Classic Confessions auf den Sonntag zu legen. Wir quatschen am Sonntag also für das nächste Jahr bei einem virtuellen Kaffekranz über persönliche und allgemeine Klassiker und freuen uns auf die Fragen, die Antonia sich noch so ausdenken wird! :)


Was ist für dich ein Klassiker?



Na wenn das mal nicht absolut toll ist. Nein, mal im Ernst und ohne quietschig-euphorischen Unterton. Erst einmal die Teilnehmer der Aktion zu fragen und abzuklopfen, was für uns eigentlich Klassiker bedeutet ist ein super Einfall. So kann ich euch direkt erzählen, wie ich Klassiker definiere und mit welchem Hintergrund ich die weiteren Fragen von Antonia beantworten werde.

Ganz ähnlich wie Antonia selbst, gehört für meinen Begriff eines Klassikers auch ein gewisser Bekanntheitsgrad und eine gewisse Bedeutung zu einem Werk. Zwar muss nicht jeder dieses Werk gelesen haben, aber den Namen des Autoren bzw. den Titel des Werkes sollten schon viele Leute kennen, damit ich es auch als Klassiker bezeichnen würde.
Für mich gehört aber auch etwas Zeitloses dazu, man sollte dieses Werk also immer wieder lesen können, unabhängig davon, ob es vor zwei, zwanzig oder 100 Jahren geschrieben wurde.

Natürlich denke ich bei "Klassiker" direkt an die Werke, die wir im Deutsch LK lesen mussten - ich für meinen Teil fand das sogar toll! (Bis auf den Chandos Brief... -_- Wer es kennt, weiß, warum)
Iphigenie auf Tauris, Der Prinz von Homburg (super geiles Ende! ♥) oder Tauben im Gras sind die Werke, die ich auch drei Jahre nach meinem Abi noch immer bei mir herumliegen habe und auch nicht wegwerfen oder verkaufen oder weggeben werde.

Seit Mittwoch hatte ich ja aber etwas Zeit, mir Gedanken über die Frage zu machen und Klassiker sind für mich aber nicht nur Werke von den ganze großen deutschen Schriftstellern wie Goethe, Rilke und Co. Sondern auch die Sherlock Holmes Bücher von Sir Conan Arthur Doyle (die ich endlich endlich endlich mal weiter lesen muss!) gehören für mich dazu.

Ganz ganz ganz persönliche Klassiker für mich sind aber auch die Harry Potter Bücher und die Tinten-Tilogie von Cornelia Funke. Einfach weil sie für mich bedeutsame Werke sind, die einfach zu meiner Lesens-Geschichte dazu gehören!





Habt ihr Klassiker? Was versteht darunter und wie steht ihr dazu? Seid ihr richtige Klassiker-Nerds oder wachst da erst so langsam rein, wie ich?





Samstag, 4. Juni 2016

Geschrieben | Tagebuch, Tagebuch in meiner Hand



Schreib doch mal einen Blog-Eintrag über das Tagebuch-Schreiben. Du führst doch schon so lange eines, du hast doch bestimmt ein paar Tipps!, schrieb mir eine Freundin vor ein paar Tagen. Sie tat ich schwer damit, wieder damit anzufangen und ich dachte darüber nach.
Konnte ich Tipps dazu geben, wie man ein Tagebuch führt? War es etwas, wozu man Tipps brauchte? 
Oft - und in letzter Zeit immer mehr - gehen mir schreibtechnische Dinge immer leichter von der Hand, das nachträgliche Bearbeiten mal kurz beiseite gelassen. Aber bei einem Tagebuch ist das doch noch einmal etwas anderes, als wenn ich ein Word-Dokument öffne und Charaktere drauf los handeln und erzählen lasse.
Ich hatte keine Ahnung, ob ich wirklich gute Tipps zum Tagebuchschreiben geben konnte, daher fragte ich meine Freundin, welche Fragen sie sich denn gestellt hätte. Wir unterhielten uns ein wenig und das ist das detailliertere Ergebnis. ;) (Die ersten drei Fragen sind einleitungs-technisch von mir selbst.)

So, here we go!



Wie lange führst Du schon Tagebuch?


Seeeehr lange! Seit etlichen Jahren und ich habe schon so einige Notizbücher gefüllt. Aber auch ich hatte Phasen, wo ich Wochen wenn nicht gar Monate lang nichts in mein Tagebuch geschrieben habe. 
Angefangen habe ich in Briefform, damals war ich ungefähr zehn Jahre alt? Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich war noch sehr jung. Mein Tagebuch hatte einen Namen (es schwankte zwischen Mimmi, Mimms und Mim - ich mag den Namen immer noch, fällt mir gerade auf...) und ich schrieb quasi wirklich einen Brief hinein. Meist erzählte ich von meinem Tag, was ich gemacht und erlebt hatte. Sehr belangloses Zeug also. Erst als ich in die Pubertät kam und die Hormone sich ihren Spaß mit mir erlaubten, wurde es etwas ernster in meinem Tagebuch. Ich erzählte davon, wie ich mich den Tag über gefühlt hatte, welche Träume sehr schön waren, welche mich irgendwie beschäftigten. Natürlich auch, auf welchen Jungen ich gerade aktuell stand. All sowas, ihr kennt das sicherlich.
Und nun im eher erwachseneren Alter habe ich aufgehört, meinem Tagebuch einen Namen zu geben, geschweige denn in Briefform zu schreiben. Erst seit Kurzem ist die Phase vorbei, in der ich nur sporadisch geschrieben habe, was vor allem daran lag, dass der Platz zur Neige ging und ich irgendwie nicht dazu kam, mir ein neues Notizbuch zu kaufen.



Was sollte man in sein Tagebuch schreiben?


Ich denke, das ist bei jedem Menschen unterschiedlich und kommt auch darauf an, aus welchem Grund man (wieder) anfangen möchte, Tagebuch zu führen. Ich für meinen Teil bleibe momentan relativ oberflächlich, weil ich nicht tiefer gehen möchte. Wenn man aber beispielsweise gerade deswegen Tagebuch führen möchte, weil einen bestimmte Dinge beschäftigen und man sich Dinge "von der Seele" schreiben möchte, dann sollte man so gut es geht versuchen, sehr detailliert zu beschreiben, was in einem vorgeht und wie man sich in welcher Situation fühlt.
Wenn man Tagebuch führt, um sein Leben und seine Tagesabläufe etwas besser zu strukturieren, kann man auch seine imaginäre To-Do-Liste ausformulieren oder sich generell aufschreiben, an was man noch denken will.
Es kommt also total darauf an, was man möchte und ich denke, das ist eines der Dinge, die man sich am Anfang klar machen sollte. Wenn es sich zwischendurch ändert, ist das ja überhaupt nicht schlimm oder wenn man erst einmal nur damit anfängt, seine Tagesabläufe und -planungen nieder zu schreiben, um sich langsam darin einzuarbeiten.



Von oben nach unten: Haushaltsbuch, Kalender, Roman-Notizbuch (älter, nutze ich momentan kaum), Tagebuch, Food-Diary, Notizbuch für alles (aktuell genutzt).



Hier noch einmal die drei Bücher, die ich momentan am meisten nutze: Tage-, Food-Diary- und Notizbuch.


Wann sollte man Tagebucheinträge verfassen?


Auch eine Sache, die jeder vermutlich anders macht. Persönlich kann ich nur empfehlen, es morgens oder abends im Bett zu machen. Ich selbst schreibe immer direkt vor dem Schlafengehen in mein Tagebuch. Wenn alles still ist, keine Serie oder Musik mehr läuft und auch erst nachdem ich abends gelesen habe. Also wirklich direkt bevor ich das Licht ausknipse und mich schlafen lege. Für mich ist das die beste Zeit, da ich dann die meiste Ruhe habe und auch mein Kopf etwas leiser wird. 
Allerdings finde ich die Idee, morgens bevor der Tag losgeht eine kleine Tagesablaufs-Planung in das Tagebuch zu schreiben, auch nicht schlecht. Vielleicht würde mir selbst das auch an manchen Tagen helfen, nicht zu sehr in eine "Mach ich morgen"-Stimmung zu verfallen.
Ganz generell sollte man aber mit Ruhe und Abgeschiedenheit in sein Tagebuch schreiben. In der Bahn auf dem Weg zur Schule / Arbeit / Uni oder beim nachmittäglichen Kaffeetrinken in einem Café sind nicht die besten Orte, Gedanken niederzuschreiben. :D



Sollte man sein altes Tagebuch benutzen oder ein neues anfangen?


Pauschal würde ich sagen, dass das auf die Dauer ankommt, die zwischen Jetzt und dem letzten Eintrag liegt. Nach langer Zeit, also einem Jahr oder länger, würde ich ein neues anfangen. Einfach um einen frischen Start zu haben und vielleicht auch mit mehr Elan und Motivation heran zu gehen. Ohne sein altes Ich noch mit sich herum zu schleppen, gerade wenn man gemerkt hat, dass sich in den letzten Jahren viel getan hat und man sich selbst verändert hat.
Ich finde es auch wichtig, sich vorher zu überlegen, welche Größe und ganz wichtig, ob das Buch kariert, liniert oder blanko sein soll. Mir sind Notiz- und Tagebücher lieber, die Blanko-Seiten haben. Dann kann ich besser herumkritzeln und alles bekommt etwas mehr Persönlichkeit. Früher habe ich in den ganz klassischen Tagebüchern auch auf Linien geschrieben, aber mittlerweile stört mich das eher.




Traumtagebuch und Tagebuch trennen?


Sehr spannende Frage. Da ich sehr konfus, durcheinander und unzusammenhängend träume und mich zwar oft daran erinnere, das aber nur sehr sehr schwer in Worte fassen kann (ich träume sehr emotional und fühlend!), habe ich kein gesondertes Traumtagebuch. Wichtige Träume, die mir nahe gehen oder von denen ich denke, dass sie einen tieferen Sinn haben, schreibe ich so oder so in mein Tagebuch hinein. Mir kam schon einmal die Überlegung, meine Träume extra aufzuschreiben, aber das verlief im Sande.
Wenn man seine Träume aber dokumentieren möchte, würde ich empfehlen, ein extra Traumtagebuch zu führen und das von dem Alltag abzukoppeln.Einfach aus dem Grund, dass unsere Träume zwar oft Inhalte aus unserem Alltag aufgreifen, aber oft auch eine ganz eigene Welt für sich darstellen.



Der aktuellste Eintrag in meinem Tagebuch in der Woche vor dem Japantag.



So sieht klassischerweise ein Eintrag bei mir aus. Das ist btw. der erste Eintrag im neuen schnieken Tagebuch. ;)




Da der Japantag sehr wichtig für mich ist, kam auch die Planung in mein Tagebuch hinein. Jeder setzt für sich die Prioritäten, was in das Tagebuch gehört und was nicht. :)



Datum aufschreiben ist klar, aber die Uhrzeit auch?


Das ist gerade sehr witzig, da ich das eine Weile gemacht habe - aber nicht lange durchgehalten habe. Mal die Gegenfrage: wozu auch? Wenn man festhalten möchte, wann man etwas getan hat oder tun wird (oder man kann gerade nicht schlafen und schreibt deswegen um halb drei nachts nochmal ins Tagebuch), dann erwähnt man das ja sowieso. Ich mache das zumindest so und wenn ich dann später noch einmal die Einträge lese, steht da ja, dass es mitten in der Nacht war oder vormittags bevor ich dieses und jenes getan habe.




Tagebuch und Notizbuch mischen?


Nein, besser nicht. Es ist etwas anderes, ob man seine Gedanken in einem Tagebuch festhält oder ob man einen kurzen Geistesblitz oder eine neue Idee notiert. Das sind zwei sehr verschiedene Dinge, deswegen sollten sie meiner Meinung nach auch in getrennten Büchern festgehalten werden.
Natürlich kommt es darauf an, wie man Ideen oder Einfälle in einem Notizbuch notiert, aber seien wir doch mal ehrlich. Da wird fix etwas reingekritzelt, weil man es so schnell wie möglich aufschreiben will, damit man es nicht vergisst. Das ist etwas Schnelles, Eiliges und sehr sehr Grobes (meistens jedenfalls). Für sein Tagebuch sollte man sich Zeit und Ruhe nehmen und das sollte mit dem Gegenstand des Tagebuches auch verbunden sein.

Was man machen kann - und was mir selbst auch immer wieder passiert - ist es, verschiedene Notiz-/ Tagebücher festzulegen. Ich habe zwar nur ein Tagebuch (vielleicht dann bald/irgendwann ein Traumtagebuch, mal sehen) aber unglaublich viele Notizbücher. Eines, welches ich momentan am meisten nutze und wo alles mögliche reingeschrieben wird, vor allem aber schreibtechnische Dinge: Ideen zu neuen Geschichten oder Fanfiction, Gedanken und Plotausarbeitungen zu meinem Roman, Überlegungen und Gedanken zum Blog; eines, welches ich als Haushaltsbuch führe, meine Kassenzettel ganz brav einklebe und mir am Ende des Monats aufschreibe, wie viel ich wofür ausgegeben habe, etc; eines, welches ich als Food Diary nutze und aufschreibe, was ich gegessen habe und wie viele Kalos es hat. Das sind nur drei Beispiele von insgesamt sechs bis ach t Notizbüchern, die hier herum fliegen und die ich mehr oder minder gleich stark fülle.

Für mich persönlich ist es nichts, aber es gibt viele Leute, die ein besonderes Tagebuch für besonders traurige Momente, Depri-Phasen und dergleichen nutzen. Der Hintergedanke dabei ist es, sich dadurch von diesen sehr negativen Emotionen zu lösen und sie vom Alltag abzukoppeln.



So sieht es btw aus, wenn ich zu verschiedenen Zeitpunkten immer wieder Ideen zu einer Sache habe und dann einfach auf eine bestehende Notiz gekritzelt wird...



... oder wenn ich mich an Zeichnungen probiere.



Sollte man das Tagebuch immer mit sich herumtragen?


Dafür würde ich lieber das (die?) Notizbuch (-bücher) nutzen. Wie oben schon angeschnitten sind es zwei verschiedene Dinge, die man trennen sollte. 
Da mir an den unmöglichsten Orten Ideen und Geistesblitze kommen habe ich das eine aktuelle Notizbuch immer bei mir, damit ich ganz schnell aufschreiben kann, was mir gerade durch den Kopf schoss. 
Ein anderer Grund, weshalb ich mein Tagebuch nicht permanent in meinem Rucksack mit mir herum trage ist vielleicht für manche schwer nachzuvollziehen, ich versuche es gut zu erklären. Für mich ist mein Tagebuch ein Stückchen meiner Seele (momentan nicht viel und nicht sonderlich tiefgehend, aus Gründen) und die Vorstellung dieses Stück von mir in die weite Welt hinauszutragen und aus dem geschützten Raum meines Zimmers herauszubringen behagt mir ehrlich gesagt nicht - das mache ich nur sehr sehr selten! 
So wie ich mich kenne, würde es mir garantiert passieren, dass ich es irgendwo liegen lasse oder verliere - und das wäre nun wirklich das worst case Szenario. Nicht unbedingt, weil andere (mir vermutlich fremde) Menschen es lesen könnten, sondern weil ich dann im wahrsten Sinne des Wortes ein Stück von mir selbst verliere.

Was sehr nach Horcrux-Geschwafel á la Lord Nase klingt, ist ernster als es sich anhört. Keine Ahnung, wie es euch geht (vielleicht ähnlich?) aber meinem Tagebuch gegenüber öffne ich mich selbst mehr als Freunden gegenüber beziehungsweise auf eine andere Art und Weise. Daher finde ich die Vorstellung mein Tagebuch, dadurch dass ich es mit mir herumtrage, wie auf einem Silbertablett zu präsentieren, sehr erschreckend und unbehaglich.










Führt jemand von euch Tagebuch? Wenn ja, wie lange oder habt ihr vielleicht mit dem Gedanken gespielt, euch ein Tagebuch zu zulegen?





Mittwoch, 1. Juni 2016

Gelebt | Motivations-Mittwoch No. #035

Moin ihr Lieben!
In Schande muss ich gestehen, dass es wenig Motivation hier auf dem Blog und bei mir selbst in der letzten Zeit gegeben hat. Aber die Dinge, die mir die Zeit und Lust gestohlen haben, sind jetzt abgehakt und es kann auch hier wieder mit Motivation und Inspiration weitergehen! :)

Ich selbst gehe heute - nach zwei Wochen ''orz - auch endlich wieder zum Aquajogging. Bisschen Pause hat aber ganz gut getan muss ich gestehen ;)


Wie geht's euch denn und wofür könnt ihr im Moment Motivation gebrauchen? Oder ist bei euch momentan eher die Luft raus und ihr liegt nur faul in der Sonne herum? Für die Studenten unter uns geht es ja langsam auf die Klausurenphase im Juli zu... schluck. Fangt ihr schon an zu lernen oder schiebt ihr das noch ein, zwei Wochen vor euch her? :D










Gelesen | Erster Eindruck - City of Bones


City of Bones - Cassandra Clare // 504 Seiten // Taschenbuch // Arena Verlag



Wie wurde ich auf das Buch aufmerksam?


Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch schon vor einer ganzen Weile. Ich sah es immer wieder in der Buchhandlung und wusste, dass es mindestens eine Trilogie ist. Ich hatte auch irgendwann einmal vor, die Bücher zu lesen. Und dann wurde ich Opfer von Tumblr. :D Nein, okay, alles der Reihe nach.

Wie einige von euch vielleicht wissen, gibt es eine neue Netflix Original-Serie mit dem Titel Shadowhunters. Wie nun tumblr ins Spiel kommt? Ganz einfach: ich sah Bilder und gif's aus besagter Serie – aber nicht irgendwelche, nein! Ich sah diese wundervolle Szene von Alec und Magnus auf Alecs Hochzeit immer wieder. Ich fragte mich ganz dezent, was das denn alles solle und war anfangs nicht sooo begeistert davon. Doch dann tauchten immer mehr Bilder auf und vor allem von Magnus und Alec war ich immer faszinierter. 
Kurzerhand wurde dann nach den Tags gegoogelt und siehe da: eine Serie, auf Netflix! Meine Freude war groß, es sah sehr vielversprechend aus. Dann der Schreck: sie basiert auf einer Buchreihe. Mist! Meine anfängliche Freude war groß, mein Dilemma noch größer: Serie schauen und sich „spoilern“ oder warten und die Bücher kaufen? Ich haderte eine halbe Stunde mit mir (es war abends, ich konnte nicht eben in die Stadt sausen und mir den ersten Band kaufen!), dann beschloss ich, „mal in die Serie reinzuschauen und dann zu gucken, ob ich die Bücher lesen wollte“.

Der geneigte Leser mag sich das Grinsen verkneifen und mein virtuelles Augenzwinkern herausgelesen haben. „Mal eben kurz reinschauen“... das sagen sie alle und hinterher sind sie schwanger und dann hat man auf einmal die halbe Serie geschaut! Gut, so schlimm war es bei mir nicht, ich habe mich nach den ersten zwei Folgen noch zusammen gerissen. Der Gedanke, mir was von den Büchern vorweg zu nehmen war doch zu erschreckend. 

Am darauffolgenden Tag plünderte ich also Thalia und es kam zu Dilemma Numero Dos! 
Denn vor mir lagen nicht nur die einzelnen Bände, sondern auch ein Schuber, der die ersten drei Bände enthielt. In der Zwischenzeit hatte ich herausgefunden, dass es sechs Bände der City-Reihe gab und ein Spin-Off zu Magnus Bane (den ich zu dem Zeitpunkt bereits extrem feierte!) und noch eine Prequel-Reihe (?). Ich stand nun also vor der Frage, ob ich den Schuber kaufte, der die ersten drei Bände für knappe 30 Euro beinhaltete, aber ein anderes Design hatte oder ob ich mir nach und nach alle Bände einzeln kaufen sollte. Nach etwas Hin und Her (und einem Gespräch mit einer der Verkäuferinnen, die mir eröffnete, dass es ab Mai wohl noch eine weitere Buchreihe zu dem Universum geben sollte?) entschloss ich mich dazu, die Bände einzeln zu kaufen. Aus dem ganz einfachen wie entscheidenden Grund, dass es in meinem Regal schöner, weil einheitlicher, aussähe wenn ich die Einzelbände kaufte. Also klemmte ich mir Band 1 und 2 unter den Arm und stratzte nach Hause, bevor ich es mir anders überlegen konnte (ich habe diese Entscheidung im Nachhinein so was von überhaupt nicht bereut!).


Wie lange habe ich an dem Buch gelesen und wieso?


Fast zwei Monate, wie ich feststellen musste. Allerdings liegt das daran, dass ich mit einigen Unterbrechungen gelesen habe und nicht ununterbrochen jeden Tag. Das lag zum Einen daran, dass ich anfänglich sehr das Buch verschlungen habe und dann ein wenig die Begeisterung nachließ (weiter unten mehr dazu). Zum Anderen lag es auch stark daran, dass eine befreundete Kommilitonin mir ein Buch ausgeliehen hatte (Obsidian – Schattendunkel von Jennifer Armentrout) und ich das natürlich vorher durchlesen wollte, um es ihr möglichst schnell wieder zurück zu geben. Wenn ich dieses andere Buch also herausrechne, dürfte ich knapp einen Monat für City of Bones gebraucht haben. Ich fand es sehr schade, dass ich das Buch nicht in einem Rutsch durchgelesen habe bzw. durchlesen konnte. Zwischendrin habe ich Buch und Serie parallel verschlungen und Shadowhunters in etwa so weit geschaut, wie ich die Ereignisse aus dem Buch kannte. Was mich zum nächsten Punkt bringt.


Buch vs. Serie


Ohne allzu sehr spoilern zu wollen: Serie und Buch unterscheiden sich in einigen Details relativ stark voneinander (finde ich zumindest). Einige Dinge passieren wohl erst im zweiten Band, vermute ich und einige Figuren wurden zwar vom Namen und von ein paar Grundzügen her übernommen, haben aber einen leicht veränderten Background bzw. eine andere Position bekommen. Wie gesagt, ich möchte hier spoilerfrei bleiben, daher nur diese vagen Andeutungen.
Es ist immer schwer, zu sagen, ob Buch oder Serie besser ist, aber seien wir mal ehrlich: gibt es eine bessere Verfilmung als die originale Geschichte aus dem Buch? Ich denke nicht.
Was man zu Shadowhunters vs. City of Bones aber sagen kann: beides getrennt voneinander kann man sich gut anschauen, man sollte es aber nicht so machen wie ich. Im Nachhinein bin ich etwas traurig darüber, dass ich mich nicht zusammenreißen konnte und mit der Serie gewartet habe, bis ich den ersten Band durchgelesen hatte. Noch einmal würde ich es so nicht machen und für weitere Male ist es mir definitiv eine Lehre gewesen. Also entweder erst die ganze Serie schauen oder erst den kompletten ersten Band schauen.



Kleiner Funfact: bei Game of Thrones a.k.a. Das Lied von Eis und Feuer habe ich das vorher auch so gemacht, dass ich parallel geschaut habe. Da war die Umsetzung allerdings so detailgetreu wie möglich und daher funktionierte das ganz gut (zumindest die paar Folgen der ersten Staffel, die ich geschaut habe). Sobald ich alle zehn Bände (♥_♥) gelesen habe, gebe ich mir in einem Binge-Watching-Wochenende auch mal die ganze Serie. Aber ihr seht: lieber eins nach dem anderen. Ich komme damit zumindest besser zurecht und ich denke, das ist auch generell besser so.



Bei City of Bones finde ich es besonders deswegen schade, weil ich die Schauspieler zwar extrem toll finde (nicht auf die schauspielerische Leistung bezogen, sondern eher dass ich sie serienintern sehr passend finde), daher aber nicht wirklich eine eigene Vorstellung von den Buchfiguren entwickeln konnte. Zwischenzeitlich sah Clary in meiner Vorstellung standardmäßig so aus, wie ich mir fast alle Heldinnen vorstelle. Was ich irgendwie schade finde. Ich bin nicht sicher, ob es an der Serie lag oder an dem Buch, aber das wird sich beim Re-Read sicherlich herausstellen.






Was halte ich denn nun von dem Buch?


Ganz zurecht wollt ihr natürlich wissen, was jetzt verdammt nochmal mein erster Eindruck ist. Da ich euch nicht länger auf die Folter spannen will: durchwachsen
Es fing super an, ich war begeistert und voll hibbelig, endlich loslesen zu können! Meine anfängliche Euphorie legte sich allerdings nach einer Weile, da ich Clary zwar irgendwie sehr sympathisch finde, sie mich aber teilweise auch nervt. Ich kann leider nicht genau sagen, wieso das so ist. Aber manchmal wirkte sie zu kindlich, dann war es wieder zu gestellt und zum Teil auch etwas zu vorverurteilend von ihr. Ich kann Charaktere, die mit dem moralischen Zeigefinger wackeln nicht sonderlich gut leiden und auch wenn es an manchen Stellen von ihr angebracht war, fand ich es etwas zu plump. 

Der Schreibstil war soweit ziemlich gut, an manchen Stellen hätte man es irgendwie runder formulieren können, aber es ist ja auch noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Was ich allerdings sehr störend empfunden habe, war ein Logikfehler, den ich erst nicht richtig begreifen konnte. Erst dachte ich, ich hätte mich verlesen, dann habe ich es mehrmals gelesen und einmal auch laut und es lag nicht an mir! :D
Zuerst heißt es „Clary sprang auf und lief durch die Zelle“ und eine Seite später steht dort „[...] und bedeutete Clary, sich aufzusetzen, was dieser mit einiger Mühe auch gelang“. 
Das ist nicht nur ein Armutszeugnis für das Lektorat (klar, Fehler können sich einschleichen, aber das?!), sondern auch irgendwie bitter, dass so ein Fehler auch noch in der 10. Auflage auftaucht. Aber gut, ich war ein wenig darüber verstimmt (ich alte Perfektionistin) aber las dann schulterzuckend weiter. Zwar blieb das der einzige Handlungs- / Logikfehler, den ich finden konnte, allerdings glaube ich, mich daran zu erinnern, den einen oder anderen Rechtschreibfehler gefunden zu haben.

Ja, das mag kleinkariert sein und nach Korintenkacker schreien, aber mir ist es wichtig, ein fehlerfreies Buch zu lesen. Wie gesagt, manche Dinge können sich einschleichen und bei Selbstveröffentlichungen kann man darüber auch hinwegsehen, finde ich. Aber nicht bei einem Buch mit 10 Auflagen und zwei Übersetzern.

Soviel zu den Fehlern, die mir aufgefallen sind. :D Inhaltlich fand ich manche Dinge auch ein wenig plump und abgedroschen, andere dafür um so besser! Da das immer Geschmackssache ist, kann es sein, dass genau Dir die Formulierungen gefallen, die ich nicht gut fand, aber bei ein paar Szenen war mir unwohl beim Lesen. Unwohl in dem Sinne, dass ich am liebsten die Augen verdreht hätte, da es doch ein wenig vorhersehbar und klischeehaft war.


Achtung Spoiler!




Das Ende fand ich aber ziemlich gut. Ich hatte mich leider schon ein kleines Bisschen gespoilert und wusste (oder ahnte und versuchte, es zu verdrängen), dass Clary und Jace Geschwister sind. Ich weiß zwar noch nicht, wie es weitergeht, da ich in den zweiten Band noch nicht reingelesen habe, aber ich denke nicht, dass es in inzestuöse Richtungen gehen wird. Eine besondere geschwisterliche Zuneigung finde ich eigentlich sogar sehr toll! Okay, man möge mich richtig verstehen: in seinen Bruder oder seine Schwester vernarrt zu sein und eine tiefe geschwisterliche Liebe zu empfinden ist das, was ich meine. Nicht, wenn man sich wirklich in seinen Bruder bzw. seine Schwester verliebt, wie in jemand anderen, der nicht mit einem verwandt ist.
Ihr wisst, was ich meine! :D



Spoiler vorbei! :)



Das Ende hat mir also sehr gut gefallen und hat einiges wieder herausgehauen. Das Buch ist weißgott nicht schlecht und ich werde die Reihe auch definitiv weiter lesen! Aber ich bin nicht so enthusiastisch und euphorisch darauf mit dem zweiten Band anzufangen, wie ich es beispielsweise immer bei den Das Lied von Eis und Feuer Bänden bin.

Vor allem, was die restlichen Charaktere angeht, also Alec, Magnus (harr harr!), Izzy und Simon. Ich möchte unbedingt mehr über sie erfahren, was wohl ab Band zwei auch so langsam ins Rollen kommen wird. Klar, Clary ist die Protagonistin, aber so umwerfend finde ich sie nicht. Da gibt es bessere Heldinnen, mit denen ich mich schneller und besser identifizieren bzw. in die ich mich einfühlen konnte.


Sowohl Serie als auch Buch habe ich ja auch eigentlich nur wegen Malec angefangen, man möge es mir also verzeihen, wenn mein Schwerpunkt ein kleines bisschen verlagert ist! :D

Wie gesagt, ich bin etwas zwiegespalten und kann noch nicht so ganz genau sagen, was ich von dem ersten Band halten soll.





Der erste Eindruck eines Buches ist oft etwas diffus und von mehr Emotionen geprägt, als die endgültige Meinung, die sich nach wiederholtem Lesen ändert. So ist das zumindest bei mir und deswegen wird es auch nicht direkt distanzierte, objektive Rezensionen von Büchern geben, die ich gerade durchgelesen habe.
Meine ersten Eindrücke werde ich mit euch teilen, so wie gerade eben. Rezensionen zu Büchern werden von mir auch folgen, aaaaaber erst nachdem ich sie ein zweites Mal gelesen habe.
Das mag einige vielleicht verwundern, aber da zucke ich einfach mit den Schultern, denn ich für meinen Teil kann Bücher nach dem ersten Lesen nicht so bewerten und beurteilen wie sie und die Autoren es verdient hätten. :)