Mittwoch, 6. Mai 2015

[Leben] Motivations-Mittwoch, der keiner ist

... heute mal etwas anders.
Nix mit Sport, nix mit Es-muss-dir-selbst-gut-gehen, kein In-Your-Face-Gebrabbel von mir.

Stattdessen mal ein wenig Lyrisches von mir. Hoffe, es weiß zu gefallen. Einfach weil mir danach ist und man auch mal solch eine Motivation braucht - vielleicht, keine Ahnung. Alles durcheinander etwas und die Ordnung in meinem Kopf ist gestern gestorben, daher... heute sehr privat, sehr schmerzgeplagt, sehr tränenreich und ehrlich.

Wenn ihr da keinen Bock drauf habt: verpisst euch. Sorry, hart aber ehrlich. Manchmal muss ich hier auch einfach mal meinen Tagebuch-Ersatz heraushängen lassen - niemand zwingt euch, das zu lesen und ich kann nichts dafür, was ihr hiervon halten werdet.

Ich für meinen Teil muss es nur loswerden - wer jetzt an Mitleids-Gesuche denkt, kann sich gerne auch verpissen.




Aber es zeigt, was sie in mir sehen - oder was sie eben nicht sehen. 
Sie sehen keine Person, die es wert ist, geschätzt zu werden, auf die man Rücksicht nimmt, bei der man sich erkundigt, wie es ihr wirklich geht - fern ab von dem stetigen "Wie geht's dir?"

Wie soll es einem schon gehen, wenn man hinterrücks betrogen und das Herz erdolcht wird.
Wie soll es einem schon gehen, wenn man erst Rückhalt und Freundschaft versichert bekommt und dann nach ein paar Monaten - es ist ja eh Gras über die Sache gewachsen - so tut, als wäre nie etwas geschehen.
Wie soll es einem gehen, wenn man merkt, dass eine Entschuldigung und das verfickte Geheuchel der Reue reicht, um euch in den Arsch kriechen zu können.
Wie soll es einem schon gehen, wenn man gefragt wird, ob es wirklich noch so schlimm ist.








Hier ist nicht der richtige Ort für mich und ich suche weiter, nach diesem Ort, der verheißungsvoll Ruhe und Friede verspricht.
Er muss dort draußen irgendwo sein - ist er es nicht, wüsste ich nicht, was ich tun sollte.
Ich bin dieses ewige viereckige Klötzchen, welches mit Gewalt in die runde Öffnung geprügelt wird - so unpassend wie nur sonst etwas.
Unpassend.
Unerwünscht.
Fehl am Platz.
Falsch.
Nicht zugehörig.
Gefangen in einem Käfig, dessen Grenzen ich nicht kenne und dessen Ausmaße mir unbekannt sind.
Ich weiß nicht, wer ich bin, wohin ich gehöre und was ich tun soll.
Ausgesetzt in einer Welt, die nicht die meine ist. 
Zu laut.
Zu bunt.
Zu schnell.
Zu verlogen.
Zu voll von Gedanken, die ich noch denken muss und Geschichten, die ich hören will.
Zu voll von Erwartungen, denen ich gerecht werden muss, obwohl ich sie nicht einmal kenne.
Zu voll von Gelächter - über meine Träume, meine Gedanken, meine Gefühle.


Ich will all dies nicht mehr.
Nichts erzwingen, einfach alles laufen lassen, doch lasse ich es laufen, entwischt es mir und schlägt von hinten wieder zu.
Ich halte es fest und lasse es gleichzeitig die Bahnen ziehen, die es bestimmt ist zu ziehen.
Nur um danach wieder vor Schmerzen windend auf dem Boden zu liegen.

Die Kraft für alle die gezwungenen Grimassen, die ihr Lächeln nennt, für die lustige Stimmung und die Zustimmung zu euren dummen, verbohrten, oberflächlichen Meinungen - sie ist weg. 
Ich habe sie nicht mehr und ich will sie gar nicht mehr haben.
Ich stehe hier an meinem Abgrund.
Es dauert noch so ewig lange - und es geschehen vorher noch Dinge, von denen ich nicht mehr überzeugt bin, ob ich euch wirklich dabei haben möchte.

Was ich will ist nicht hier.
Ich will weg, weg von euch allen, von allem, was geschehen ist
- von meiner Unfähigkeit, mich auszudrücken.


Regen prasselt auf meine Seele,
schwarzer Regen,
giftig,
ätzend,
brennend,
böse.



Habe ich noch länger die Kraft, meinen Kopf oben zu halten?
Habe ich noch die Zeit, von allem zu verschwinden, was mich zerstört, bevor ich daran zugrunde gehe?
Kann ich überhaupt noch in Würde gehen?


Wie soll man mit etwas so verkrüppeltem, zerstörten, beißenden, verletzenden Ding umgehen, als wäre es wertvoll?


Ich habe mich nicht gefunden, denn ein Teil von mir fehlt,
ein Teil ist gestorben und fault in meiner Seele vor sich hin.
Ich stehe im Nirgendwo meiner Gedanken, an den Abgründen meiner Wünsche,
nur einen Millimeter entfernt, hineinzustürzen und nie wieder zu erwachen.

Verlockend. 





Der einzige Gedanke, der meinen Kopf über Wasser hält,
der einzige Gedanke, der mein Herz in einer immer dünner werdenden Schicht davor bewahrt zerquetscht zu werden
- bist Du.

Du wartest auf mich, das weiß, das hoffe ich.
Das spüre ich an manchen Tagen.
Ich muss nicht auf dich warten, denn du weißt, ich werde den Weg zu dir finden.
Du brauchst mich in deinem Leben, um etwas Farbe hineinzubringen, auch wenn ich nicht weiß, wie ich graues Ding das schaffen soll.
Irgendwo dort draußen wartest du, mit deinen eigenen Dämonen, die nur ich verscheuchen kann und von meiner eigenen schlummernden Kraft ausgelöscht werden können.
Vor deiner Hölle habe ich keine Angst, denn finde ich dich, so erlischt die meine und meine Seele kann zu heilen beginnen.
Denn wenn wir gemeinsam gegen unsere Dämonen kämpfen,
bin ich nicht mehr allein.




Kommentare:

  1. Die Idee einen "M-M" im Blog aufzurufen finde ich wunderschön! Schöne Zitate, Worte und Sprüche lassen mich nachdenken und bringen MOTIVATION!
    Sehr gut konnte ich mich dem ersten Satz identifizieren :-) Aber heute war ich doch beim Sport!

    Insgesamt eine gute Auswahl und Worte kommen im Alltag immer wieder vor!

    Schöne Grüße,
    Alex.

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    1. Haha, da hast du dir ja genau den richtigen Mittwoch herausgesucht... nicht :D
      Der war schon echt... na ja, anders als sonst.
      Ab nächster Woche gibt es dann aber wieder einen richtigen :)

      Liebe Grüße

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