Donnerstag, 15. Februar 2018

Gelesen | Paradox - Phillip P. Peterson



Titel: Paradox
Autor: Phillip P. Peterson
Genre: Science-Fiction

Reihe: Paradox #1
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenzahl: 473


Ausgelesen: 12. Februar 2018





Klappentext


Eine Reise zu den Sternen - Erfüllung eines Menschheitstraums oder Albtraum der Menschheit?

Ed Walkers letzte Mission endete beinahe in einer Katastrophe. Zwar konnte er sich und seine Crew retten, doch nun fürchtet er, als der Astronaut in die Geschichte einzugehen, unter dessen Kommando die Internationale Raumstation ISS zerstört wurde. Daher kann er sein Glück kaum fassen, als er die erste bemannte Weltraummission an den Rand des Sonnensystems anführen soll.

Mit an Bord ist auch der junge Wissenschaftler David Holmes, der das mysteriöse Verschwinden dreier Raumsonden untersucht. Doch als das Raumschiff den interstellaren Raum erreicht, lautet die wichtigste Frage der Menschheit nicht mehr: Sind wir allein im Universum? Sondern: Sind wir bereit für die Wahrheit?


Meine Meinung

Idee
Nachdem drei Raumsonden in exakt derselben Entfernung zur Erde plötzlich verschwinden soll eine Expedition an den Rand des bekannten Sonnensystems gestartet werden, um dieses Phänomen zu untersuchen. Die Helios ist ein neues Raumschiff der NASA und der Firma Centauri, welche den Antimaterie-Antrieb beisteuerte, deren Start für die Öffentlichkeit lediglich ein Testflug ist. 
Gleichzeitig spitzt sich die Situation auf der Erde immer weiter zu, da sich Amerika und China in Afrika einen nicht mehr ganz so Kalten Krieg liefern und jeweils mit dem Einsatz von Atombomben drohen.

Figuren
Die Figuren sind bei Paradox recht bunt gemischt, was mir gut gefallen hat. Die beiden Hauptfiguren David und Ed hätten unterschiedlicher nicht sein können. David, ein junger Wissenschaftler, der völlig unerfahren ist, was Reisen ins Weltall angehen und auf der anderen Seite Ed als Astronauten mit einer cholerischen Ader und schnodderigen Kommentaren. 
Die beiden werden auf der Reise an den Rand des Sonnensystems begleitet von Grace, der Ingenieurin des Raumschiffs, mit dem sie unterwegs sind. Sie intrigiert ein wenig und ist besonders im letzten Drittel ziemlich zickig. Wendy komplettiert das Team als Biologin; sie ist herzenswarm, hat einen kritischen Blick auf das, was die Menschen so tun und was sie auszeichnen und bringt mehr Emotionen rein, als die anderen drei Figuren zusammen.

Umsetzung
Die Umsetzung empfand ich als sehr solide. Zwar hatte ich eine Unterbrechung beim Lesen von mehreren Monaten, aber ich kam danach gut wieder rein. Der erste Teil ist recht langatmig und zieht sich etwas. Man wird langsam in die Figuren eingeführt und erfährt die Hintergründe von David und Ed, insbesondere dadurch, dass sich die Perspektive innerhalb der Kapitel zwischen den beiden abwechselt. Das fand ich ziemlich nett, da man so wirklich auch bessere Einsichten in Eds Gedanken bekommt und er etwas nachvollziehbarer und (zumindest mir) sympathischer wird. 
Im Vordergrund stehen die Vorbereitungen auf die Fahrt ins Weltall, die besonders für David teils sehr nervenaufreibend sind, da er eben kein Astronaut ist. Somit wird man auch als Leser vorsichtig eingeführt und bekommt ziemlich gut und interessant geschildert, mit welchen Übungen sich das Team vorbereitet und wie das ganze Drumherum ist. 
Das ganze Buch bleibt dabei eher technisch und hat keine In-die-Fresse-Spannung á la Star Wars oder Stargate zu bieten. Im Ganzen schreibt Peterson unglaublich flüssig, so dass man das Buch wirklich in einem Rutsch lesen kann. Man merkt ihm aber sehr deutlich an, dass er selbst aus ebendiesem Metier kommt und daher Ahnungen von den ganzen Abläufen hat. 
Als jemand, der zwar Science-Fiction begeistert ist, aber nicht schon fünfzig Bücher in der Richtung gelesen hat, musste ich über ein zwei Begriffe hinweglesen, weil sie nicht sofort erschließbar waren. Dennoch beschreibt Peterson die Szenerie und den Ablauf auch für "fachfremde" Leser sehr gut, so dass man nicht das Gefühl hat, ein halbes Physikstudium abschließen zu müssen, um Paradox zu lesen.

Das Ende
Für mich ist das Ende eines Buches immer besonders wichtig, daher soll es hier auch seine eigene Kategorie bekommen. Es war eines dieser Enden, die dem ganzen Buch nochmal einen feineren Schliff verpassen können. Es war spannend, unerwartet und ging endlich in die Richtung, die man von einem Science-Fiction Buch erwartet. Allerdings war es an manchen Stellen etwas zu schnell und im Gegensatz zu den vielen vorherigen Kapiteln wenig erklärt. Auf der einen Seite passt es auf Seiten der Figuren, aber vom Autor her hätte ich mir noch irgendetwas gewünscht, was die ganze Sache zum Ende hin abrundet. Ich kann leider nicht konkret sagen, was mir gefehlt hat - aber vom Gefühl her, war es noch nicht ganz passig.

Fazit
Alles in allem fand ich das Buch ziemlich gut. Das Ende hat es für mich wirklich nochmal etwas rausgerissen. Wenn mich jemand bei der Hälfte des Buches gefragt hätte, ob ich es empfehlen würde, hätte ich vermutlich mit Nein geantwortet. Es stand immer noch irgendwie ein wenig die Frage im Raum, wie sich das Ganze am Ende zusammenfinden soll und wo die Reise, im wahrsten Sinne des Wortes, überhaupt hingehen soll. 
Das Ende war zwar gut, ich empfand es aber auch etwas zu plötzlich abgehandelt und etwas zu abstrakt. Ich bin zwar Fan von untypischen Science-Fiction Ereignissen, wo man sich im ersten Moment denkt " Warte, was? Was ist da gerade passiert?", aber das bin ich eher aus Serien und Filmen gewöhnt und nicht in Buchform. 
Grace ging mir zum Ende hin etwas auf den Sack, weil sie mit dem Start der Helios super zickig wurde und ganz am Ende, in den letzten paar Kapiteln, fand ich Wendy etwas sehr weinerlich. Auch wenn es eine nachvollziehbare Reaktion war (und ich mir vermutlich die Augen aus dem Kopf geheult hätte); die Beschreibung fand ich etwas hmpf... unbefriedigend. Ich meine, Wendy wurde vorher als starke, standfeste Frau beschrieben, die sich von Ed nicht aus der Ruhe bringen ließ, recht kritische Ansichten gegenüber der Gesellschaft hatte (was ich als Soziologie-Studentin unglaublich gefeiert habe!) und dann heult sie am Ende fast die ganze Zeit. Ja, klar, auch starke Frauen dürfen weinen, das ist uns allen klar. Aber mich stört eher die Beschreibung, als die Tatsache. Wenn das irgendwie Sinn ergibt. 
Wo wir bei der Veränderung von Figuren sind: Ed hat sich auch verändert und irgendwie war mir seine Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Art recht sympatisch. Zum Ende hin aber wurde er etwas zu hysterisch was manche Reaktionen angeht. 

**Spoiler**

Dennoch fand ich die Idee, dass eine außerirdische Rasse, das Sonnensystem mit einer Sphäre umgeben hat und seit Menschengedenken die Menschen beobachtet sehr interessant. Bisher ist mir etwas in die Art noch nicht untergekommen und als sich David und Ed über das Fermi-Paradoxon und die Zoo-Hypothese unterhalten haben, schauerte es mich doch ein wenig. Daher fand ich dann ebendiese Entwicklung ziemlich cool und andersartig. 
Auch die Interaktion mit der künstlichen Intelligenz fand ich total spannend und die Dialoge waren sehr gut geschrieben! Hier hätte ich mir von Wendy vielleicht eine andere Reaktion erhofft. Statt, dass sie weinend in der Gegen herum sitzt (wie gesagt, verständlich im Angesicht des nahenden Todes), hätte ich gerade von ihr eine differenziertere und kritischere Sicht erwartet. Etwas wie die Feststellung, dass Menschen sich ja ebenso gegenüber Tieren im Zoo verhalten, wie es die außerirdische KI nun mit ihnen tut. Sie soll dabei nicht zynisch werden - das wäre eher Grace' Part gewesen - aber so wie sie zuvor beschrieben wurde, gehandelt und vor allem gesprochen hat, hätte ich mit so etwas an dieser Stelle von ihr gewünscht. 

**Spoiler-Ende**


Im Endeffekt hat Peterson es aber geschafft, dass ich mir auch den zweiten Band kaufen werde, was vor allem seinem Schreibstil zu verdanken ist. Flüssig, klar, erwachsen. Das ist momentan genau das, was ich von einem Buch erwarte. Aber das ist noch einmal ein völlig anderes Thema.
Tatsächlich habe ich ja auch die Vermutung, dass es eine große Geschichte sein sollte und dann aber in zwei Bücher aufgeteilt wurde, weil es sonst für einen Band einfach viel zu viel geworden wäre.#

Wenn man das im Hinterkopf hat, dann ist die ganze Einführung im ersten Teil von Paradox anteilsmäßig auch gar nicht mehr so lang. ;) 


Wertung: 3,5 / 5 

Montag, 8. Januar 2018

Gefragt | Montagsfrage No. #072


Hallo ihr Lieben!
Ich hoffe, eure Weihnachtsfeiertage waren ruhig und entspannt und ihr seid gut ins neue Jahr hinüber gerutscht. :)


Wir leiten das neue Jahr direkt wieder mit einer Montagsfrage und damit einem Mini-Rückblick auf 2017 ein.


Hast du einen Jahresrückblick 2017 verfasst oder interessiert dich das weniger? Wenn ja, was magst du daran?




Ich habe noch nie Jahresrückblicke auf dem Blog gemacht und ich werde damit auch nicht anfangen. Ebenso wenig wie ich Vorsätze für das neue Jahr habe - meistens nerven mich diese ganzen "Neues Jahr, neues Ich"-Postings in den sozialen Netzwerken ziemlich. 

Natürlich blicke ich zum Ende eines Jahres für mich selbst öfter zurück und lasse Revue passieren, was sich in dem Jahr so alles getan hat - ich denke, das macht jeder von uns. Aber darüber bloggen muss ich nicht unbedingt. Meistens ist etwas, was für mich bedeutend ist und was ich vielleicht auch gar nicht richtig in Worte fassen kann. 

Eine Übersicht, welche Bücher ich gelesen oder welche Serien ich gesehen habe, befindet sich in meinem Bullet Journal und das möchte ich heute mich euch teilen!



Diese Bücher habe ich 2017 gelesen.

Insgesamt habe ich 15 Bücher gelesen, von denen sieben Manga gewesen sind. Im Vergleich zum Vorjahr sind das ein paar mehr geworden und als ich so dabei war, die Bücher für das Foto auf dem Boden zu stapeln, fiel mir auf, dass es doch nicht so wenige sind. Neben Studium und Serien-Binge-Watching hatte ich nicht so unglaublich viel Zeit und Kopf, um Bücher zu lesen. Aber ich bin super zufrieden und froh, dass es wieder mehr Lese-Zeit in meinem Leben gab. Zwischenzeitlich hatte ich eine ziemliche Durststrecke, was das angeht und als ich dann Die Flüsse von London vor einigen Wochen gelesen habe, merkte ich, wie sehr mir das gefehlt hat, stundenlang auf meinem Sessel zu lümmeln und zu lesen.




Man muss dazu sagen, dass dies die Bücher sind, die ich letztes Jahr tatsächlich ausgelesen habe. Ich hatte die Hoffnung gehabt, vor Weihnachten und dann in der Zeit zwischen den Jahren noch zwei andere Bücher zu beenden, wo mir nicht mehr viele Seiten bis zum Ende fehlen. Das hat leider nicht geklappt - aber was soll's, ich habe ja zum Glück noch einige Bücher hier herumstehen, die nur darauf warten, (aus)gelesen zu werden. :D

Ich bin super gespannt, wie sich 2018 für mich als Lesejahr entwickeln wird - vor allem, da ich in diesem Jahr mein Studium beenden und in die Arbeitswelt eintreten werde. Mal sehen, wie viel Zeit und Lust ich dann zum Lesen haben werde. :)


Habt ihr einen Jahresrückblick auf eurem Blog? Oder macht ihr das lieber nur für euch still und leise? Wie habt ihr generell die Feiertage überstanden und Silvester gefeiert?




Liebst,
Moony

Montag, 18. Dezember 2017

Gefragt | Montagsfrage No. #071

Damit neigt sich das Jahr rasant dem Ende zu! Der dritte Advent ist um und am Sonntag ist schon Heiligabend. Wahnsinn, wie schnell das Jahresende immer kommt und geht. Daher gibt es von Svenja von Buchfresserchen auch diese Woche die letzte Montagsfrage für 2017 - danach geht sie erst einmal in Winterurlaub. Die letzte Frage dieses Jahr lautet:


Hast du schon einmal ein Buch einfach nicht zu Ende gelesen oder kämpfst du dich auf jeden Fall bis zum Schluss durch?





Ja, ich habe schon Bücher mit Absicht nicht weiter- bzw. zu Ende gelesen. Sich bis zum Schluss durchzukämpfen - und besonders wenn man selbst es schon als ein Durchkämpfen ansieht - finde ich ehrlich gesagt nicht sonderlich zielführend. Weder mir noch dem*der Autoren ist damit geholfen, wenn ich etwas missmutig und mich ärgernd sein*ihr Buch lese. Wenn ich merke, dass mir ein Buch nicht gefällt, dann lege ich es beiseite. Ob ich es später vielleicht noch einmal aufnehme ist dann unterschiedlich.

Mein bestes Beispiel dafür kennt ihr ja bereits: dass ich mich seit Jahren weigere den letzten Eragon Band zu Ende zu lesen habe ich euch ja schon einige Male berichtet (hier, hier und hier), daher fasse ich das nur noch einmal ganz kurz zusammen: Mich hat die Entwicklung von Eragons Charakter total genervt, vor allem was sein Umgang mit Saphira angeht. Man kann es zwar nachempfinden und es ist verständlich, dass er etwas neidisch ist, aber ich persönlich finde nicht, dass es eine vernünftige Darstellung davon ist, wie man mit Neid / Eifersucht umgehen sollte. Das ist vielleicht eher so ein Meta-Ebenen-Problem - hier hätte ich mir von Paolini einen vernünftigeren Umgang gewünscht.

Zweiter Punkt ist die sich anbahnende und angedeutete Romanze zwischen Murtagh und Nasuada. Eragon/Arya und Roran/Katrina haben mir persönlich als zwei größere Liebesgeschichten von Hauptfiguren gereicht. Da musste ich jetzt nicht unbedingt noch ein dritten Pärchen vor die Nase gesetzt bekommen.

Und zu guter Letzt - und damit der Punkt, an dem ich das Buch zugeklappt und weggelegt habe - hat die Kampfszene zwischen Islanzadí und dem einen Typen mit der Drachenherz-Panzerung den Rest gegeben. Beziehungsweise die Szene danach, in der dann Roran plötzlich die zündende Idee hat, mit der man den Kerl platt machen kann - nachdem die Elfenkönigin gestorben ist. Ich meine, mal ehrlich, Leute. Was könnte ein Bauer aus einem Dort, der mit mehr Glück als Verstand seinen Hammer schwingt und Leute trifft, für eine Idee haben, die die steinalte und übelst coole Königin der Elfen nicht hätte haben können? Das fand ich so überzogen und nervig zu dem Zeitpunkt, dass in dem Moment das Fass übergelaufen ist.

Die Grundidee der Bücher finde ich cool und ich liebe Saphira und Brom und den einen Elfen mit dem dunklen, blauen Fell am Körper (♥♥♥) und das Mädchen, das Eragon als Baby falsch gesgnet hat. Und Murtagh mag ich auch und die Andeutung von Galbatorix' Motivation - Bösewichte und ihre Hintergründe finde ich eh immer sehr spannend. All diese Leute finde ich richtig cool - und dann driftet Eragons Charakter plötzlich so ab, ugh! 
(Ach ja und nicht zu vergessen, wie er und Roran sich erst mal schön gegenseitig damit ausstechen mussten, wer denn mehr und schwerere Verletzungen erlitten haben... Klischee ohne Ende und super nervig und es hat einfach nichts gebracht! Man hat dadurch nicht mehr Gefühl für die Figuren bekommen, es hat deren Entwicklung geschweige denn die Story vorn gebracht. Paolini brauchte scheinbar - ja, das unterstelle ich mal ganz frech - nur einen Lückenfüller, um zu beschreiben, dass die Zeit vergeht, weil die beiden auf die Nacht gewartet haben, um sich dann die Opferung von diesem einen Typen anzusehen. Nice work, Paolini, nice work!)


Zwar ist dies nicht das einzige Buch, was ich (aller Wahrscheinlichkeit nach) nicht weiterlesen werde, aber über das nächste rege ich mich nicht so sehr auf, versprochen.
Das liegt tatsächlich aber daran, dass ich hier nach den ersten paar Seiten bzw. Kapiteln gemerkt habe, dass es mich nicht packt. Die Rede ist vom ersten Band der Känguru-Chronik - auch darüber hatte ich euch (hier) schon einmal kurz berichtet. 
Ja ich weiß, sehr sehr viele Leute feiern das total und finden es urkomisch! Aber ich kann dem nichts abgewinnen. Ich finde das Känguru eher nervig als witzig und ja, es soll wohl noch mehr Handlung und mehr roter Faden kommen - aber alleine, dass man sagen muss "Warte noch etwas, da kommt noch mehr, das wird noch besser" ist für mich der ausschlaggebende Punkt, die Bücher nicht zu lesen. Wenn da noch mehr kommt, wieso dann nicht schon in den ersten Kapiteln? Wieso muss man sich durch die ersten Seiten quälen, bevor es dann irgendwann mal besser wird. 


Jeder hat so seine Geschmäcker, das ist mir klar und wenn jemand von euch die Eragon-Reihe liebt oder die Känguru-Chronik dann ist das vollkommen in Ordnung! :)





Aber welche Bücher habt ihr denn abgebrochen oder lest ihr immer alles weiter, was ihr angefangen habt? 




Liebst,
Moony

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Geschrieben | Der NaNoWirMo 2017 - Die Reise der Victory

Der November ist ja nun schon wieder vorbei und wir nähern uns allmählich dem ganzen Weihnachtstrubel. Ich hoffe, ihr seid vergangene Woche gut in die Adventszeit gestartet und habt vielleicht schon den einen oder anderen Glühwein auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt verknuspert. :)

Nichtsdestotrotz möchte ich mit euch heute einmal auf den November zurück schauen. Denn wie im letzten Jahr angekündigt, habe ich auch dieses Jahr am National Novel Writing Month teilgenommen. 
Und ebenfalls wie letztes Jahr war ich ganz der Rebell und habe natürlich nicht eine neue Story begonnen, sondern ganz rebellisch eine bereits begonnene Arbeit aufgenommen. 


Mitmach-was?

Allerdings war es dieses Mal nicht dieselbe wie letztes Jahr - auch wenn dies nicht daran liegt, dass ich die schon fertig hätte. Schön wäre es, aber nein. An dem Buch aus dem letzten Jahr wird fleißig im Hinterstübchen weiter geplottet und geschrieben.

Teilgenommen habe ich dieses Jahr mit einem etwas anderen Format: einer Mitmachgeschichte. Um kurz anzureißen, was dies bedeuten soll: eine Mitmachgeschichte setzt sich aus der Idee des Autoren (also mir) und den Figuren der Leser zusammen. Dabei besteht das erste Kapitel meist aus einem Prolog und der Beschreibung der Idee und des groben Plots. Daraufhin folgt oft ein Abschnitt mit Regeln, welche die Leser beim Schreiben des Steckbriefs einhalten sollen (in letzter Zeit bin ich immer weniger von dieser Vorgehensweise überzeugt, aber sei's drum), worauf dann letztlich der Steckbrief folgt, den die Leser ausfüllen und dem Autoren zukommen lassen sollen. Was genau darin abgefragt wird (von Namen, über Beruf und Vergangenheit, vielleicht bis hin zu bestimmten Verhaltensweisen in bestimmten Situationen) hängt vom jeweiligen Autoren ab und wohin er mit seiner Geschichte will und in welchem Genre diese angesiedelt ist und so weiter. 

Kleiner Funfact: mir fällt es jedes Mal unglaublich schwer, so einen Muster-Steckbrief zu erstellen und mir fällt immer erst beim Lesen der ausgefüllten Steckbriefe auf, was ich noch hätte abfragen können. Aber man lernt ja dazu. :D

Mitmachgeschichten zeichnen sich also dadurch aus, dass Leser und Autor dicht beieinander arbeiten und der Autor eben die von den Lesern entwickelten Charaktere einbringt (oder nicht, wenn ihm der Steckbrief bzw. die Figur nicht gefällt). 



Worum geht's bei der Victory?

Die Reise der Victory ist der Name besagter Mitmachgeschichte und läuft seit Januar 2016 auf fanfiktion.de. Es ist eine Science-Fiction Geschichte, die größtenteils auf dem Raumschiff Victory spielt, welches als erstes Raumschiff seiner Art den Menschen ermöglicht, über das eigene Sonnensystem hinaus zu reisen. Das Ganze spielt im Jahr 2275, wobei die Victory bereits im Jahre 2175 von der Erde aus gestartet ist. Einhundert Jahre lang reiste die Besatzung im kryogenen Schlaf durch das All, während der Autopilot der Victory nach einem bewohnbaren Planeten suchte. Suchte, Vergangenheit, richtig. Denn so einfach, wie man sich dieses Vorgehen damals auf der Erde vorgestellt hatte, sollte es nicht laufen. Dr. William Winton wird mit Beginn der Geschichte von dem Schiff selbst aus seinem Schlummer geweckt, da der Autopilot ausgefallen ist. Als er sich einen Überblick über die Lage verschafft wird klar: das Schiff ist gestrandet, im Nirgendwo zwischen zwei Galaxien und ohne einen Orientierungspunkt. Was geschehen ist und wieso muss der Wissenschaftler nun herausfinden und steht dabei unter enormen Druck, denn eines ist klar: einmal aus dem kryogenen Schlaf geweckt, kann man nicht einfach wieder in seine Kammer steigen und die nächsten hundert Jahre abwarten. Aber alleine kann er das Schiff nicht steuern oder gar den Autopiloten wieder in Gang bringen. Es muss also Hilfe her. Und der Captain sollte vermutlich auch aufgeweckt werden... 


Und wie lief der NaNo?

Ziemlich gut, um ehrlich zu sein. Wenn ihr euch gleich unten meine diesjährigen stats anseht denkt ihr das vermutlich nicht, aber doch: es lief gut.


Knapp 9.000 Wörter, ja, ich weiß. Nicht viel mehr als letztes Jahr und auch meine Balken rechts sehen nicht so berauschend aus.
Aber! Ich habe nebenbei am Plot weiter gearbeitet und diesen verfeinert und dabei auch gleichzeitig eine Möglichkeit gefunden, wie ich produktiver ans Schreiben heran gehen kann.

Natürlich, rein von den Zahlen her habe ich nicht mal annähernd das Ziel erreicht und im Gegensatz zum letzten Jahr, an nicht einmal einem Tag das Tagesziel an Wörtern erreicht. Aber ehrlich gesagt hätte ich selbst gedacht, dass es mich mehr stören würde. Das tut es aber nicht im Geringsten.
Immerhin: ich habe innerhalb von vier Wochen 9.000 Wörter geschafft und mir eine kleine Deadline für's Hochladen der Kapitel gesetzt: jeden oder jeden zweiten Sonntag gibt es ein neues Kapitel. 

Ich bin motiviert, meine Leser sind es, konstruktives und produktives Feedback gibt es auch - und Lob! So viele liebe Worte, die mich etwas bauchpinseln und so ungemein glücklich machen! 
Besser hätte der diesjährige NaNo nicht laufen können! ♥




Habt ihr schon einmal etwas vom NaNoWriMo gehört? Oder gar selbst teilgenommen? Gibt es unter euch sonst vielleicht jemanden, der auch unabhängig davon gerne einmal zum Schreibstift greift?





Liebst,
Moony

Montag, 27. November 2017

Gefragt | Montagsfrage No. #070

Guten Morgen ihr Lieben!
An diesem wunderbar verregneten Novembermorgen (ja, ich mag graues, verregnetes Wetter! Judge me!) möchte ich euch meine Antwort auf die dieswöchige Montagsfrage nicht vorenthalten.

Kaum zu glauben, dass es schon Ende November ist! Es kommt mir so vor, als ob ich erst gestern erstaunt gewesen wäre, dass es Anfang November ist und nur noch zwei Monate bis Jahresende sind! Holy shit... 

Da ich vermute, dass sich Svenja von Buchfresserchen ein wenig vertan hat, bin ich so frei und formuliere den ersten Teil der Frage etwas um. :) Schließlich hatten wir gestern nicht schon den 1. Advent - der kommt ja erst diesen Sonntag. :)


Sonntag ist der 1. Advent, hast du schon Bücher auf deinem Weihnachtswunschzettel und wenn ja, welche?





Man mag es kaum glauben, aber die Antwort ist Nein
Anders als im letzten Jahr habe ich dieses Jahr keine Bücher auf meinem Weihnachtswunschzettel - da ich dieses Jahr keinen richtigen Wunschzettel habe. Familienintern haben wir uns dieses Jahr darauf geeinigt, die Geschenke ein wenig einzudämmen - nicht, dass es immer Dursley-like 38 Geschenke für jeden gegeben hätte. Wir gehen lieber schön essen an einem der Weihnachtsfeiertage und an dem anderen geben sowohl mein Bruder als auch ich etwas zum Essen dazu, damit wir uns was feines auf den Tisch zaubern können.

Natürlich gibt es für jeden die eine oder andere Kleinigkeit zum Auspacken - aber es wird eben keine zwei Bücher und eine Tasse und noch dieses und noch jenes für mich geben. Daher bestand dieses Jahr keine Notwendigkeit für eine Weihnachtswunschliste mit Büchern. 

Eine Liste mit Büchern-die-ich-noch-lesen-will gibt es natürlich trotzdem. Ganz oben auf dieser imaginären Liste steht momentan In my Head von JmStorm - vielleicht kennt ihn der ein oder andere von euch. Seine Gedichte finden sich unter anderem auf einer meiner Pinterest-Pinnwände oder auf seinem Instagram Profil. Sie sind so so so schön und ich finde mich so oft sehr darin wieder!
Vermutlich werde ich mir das Buch nach Weihnachten selbst kaufen und nicht schenken lassen.


Habt ihr eine Wunschliste zu Weihnachten? Stehen Bücher drauf oder eher etwas anderes?



Liebst,
Moony